Kritik zu Tabernis SEASONS OF THE DARK HIVE
Die Bienen sind los! Zumindest ist das der erste Eindruck von SEASONS OF THE DARK HIVE. Plötzlich ertönt eine dunkle, verzerrte Stimme, die die Hörerschaft sogleich in den dunklen Bienenstock einlädt. Untermalt wird die musikalische Reise in die Welt der Hautflügler mit beschwörenden Davul-Rhythmen und eindringlichem Dudelsackspiel. Mit ‘Noctilis’ beschwört das rätselhafte Duo die nächtliche Dunkelheit, die sich in ‘Tenebrae’ fortsetzt. Allerdings geht es in diesem Stück weit weniger gemächlich zu. Treibend – geradezu aufscheuchend – könnte dies eine Einladung zum wohlbekannten Veitstanz sein. Ähnlich verhält es sich mit ‘Lupanar Apum’. ‘Mel Obscurum (Palästinalied)’ ist eine Interpretation des berühmtesten, vollständig überlieferten Lieds des Mittelalters. Nebst Walther von der Vogelweide ist mit ‘Hive Dance (Bransle du maître de la maison)’ auf SEASONS OF THE DARK HIVE ein weiteres historisches Stück vertont, das jedoch im Spätmittelalter seinen Ursprung hat. Zumeist bleibt es bei bereits erwähnten Instrumenten, jedoch mischt sich auch hin und wieder ein Streicher unter das Bienenvolk (wie in ‘Florenscentia’), was dem Klang deutlich mehr Fülle verleiht. Doch auch zu zweit wissen Tabernis all jene mitzureißen, die sich in mittelalterlichen Klängen verlieren können. Elektronisch betriebene Instrumente sucht man hier zwar vergebens, doch vor allem live könnte das betörende Summen einiges Publikum mit sich ziehen.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















