Kritik zu Gus G STEEL BURNER
Industrial Metal mal ganz anders? Den Titel von Album und Opener will Gus G tatsächlich einer metallverarbeitenden Maschine entliehen haben, für deren Hersteller er eine Auftragsarbeit liefern sollte. Dass das Ergebnis sortenreiner Heavy Metal ist, überrascht nicht: Der Firewind- und Ozzy Osbourne-Gitarrist versteht sein Handwerk. Auch klar: Solowerke von Gitarristen sind besonders spannend für Gitarristen. Glücklicherweise ist der Grieche ein versierter Songwriter, sodass sich auf dem Album instrumentale Nummern und solche mit Gesang gelungen abwechseln. Am Mikrofon unterstützen Matt Barlow (Ex-Iced Earth), Doro Pesch, Gus’ Tourneepartner Ronnie Romero und der Kroate Dino Jelusick bei auf den Leib geschneiderten Stücken. Der Schneider hielt sich dabei derart eng an die Vorgaben, dass die Ergebnisse etwas Generisches haben: Absolut nach Lehrbuch, aber kennt man so ähnlich auch schon. Ins Positive gedreht: Auf STEEL BURNER schmiedet Metallverarbeiter Gus G soliden Stahl, changiert abwechslungsreich zwischen Heavy- und Power Metal sowie Hard- und Blues Rock und lässt sich selbst an den Saiten glänzen, ohne eine reine Talent- und Ego-Show aufzuführen. So ist sein fünftes Soloalbum (das vorherige QUANTUM LEAP war 2021 erschienen) eine schöne Fingerübung als Vorbereitung auf die Tournee im Oktober.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















