Kritik zu North Sea Echoes HOW TO CAST A SHADOW

Dass Jim Matheos (Gitarre) und Ray Alder (Gesang) künstlerisch perfekt zusammenpassen, ist hin­länglich bekannt. Mit dem zweiten Album ihres Nebenprojekts North Sea Echoes hat sich das über viele Jahre und Alben perfekt harmonierende Fates Warning-Gespann nun selbst übertroffen: Als wäre Geoff Tate zu alter Stärke zurückgekehrt und hätten Queensry¨che wieder an ihre größten Tugenden angeknüpft, ist HOW TO CAST A SHADOW nichts weniger als ein eingängiges, hymnisches und fesselndes Meisterwerk, das die gesamte Palette des zeitlosen Progressive Rock auslotet. Da gibt es experimentelle Nummern, wie sie der legendären Prog-Ikone Tate zuletzt oft missraten sind, bei Matheos/Alder jedoch immer im Verständlichen bleiben (‘A Time Of Innocence And Purpose’, ‘All Fall Away’). Darüber hinaus begeistern (mich) einige knackige Rock-Tracks (‘All That Comes After’, ‘I’ll Leave A Light On’), eine wunderbare Ballade mit Suchtpotenzial (‘Villains Or Saints’) und mit ‘Enjoy The View’ die prädestinierte Radionummer. Lobend erwähnt werden sollte auch die geschmackvolle Produktion, bei der jedes Instrument seinen Beitrag zum Gelingen leistet, ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängeln. Hier sind alle Details dem Gesang und der Komposition untergeordnet, Egomanie oder einen übertriebenen Künstler-Showdown kennen North Sea Echoes nicht. Ein Genuss!

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Quelle: METAL HAMMER.de