Kritik zu Madball NOT YOUR KINGDOM

Ob nun Terror, Poison The Well oder Converge – 2026 ist das Jahr der älteren Generationen. Mit NOT YOUR KINGDOM wollen sich die New York-Urgesteine Madball ihr eigenes Stück des Nostalgiekuchens sichern. Schade nur, dass das neueste Album der Amerikaner im Vergleich mit den Werken ihrer Altersgenossen auf voller Linie durchfällt. Anstatt ihrem klassischen NYHC-Sound einen neuen Anstrich zu verpassen, sagen Madball „auf Wiedersehen“ zu ihren musikalischen Wurzeln und präsentieren eine geschmacklose Einheitsbrühe aus mittelmäßigem Hardcore, einschläferndem Radio-Rock und peinlichen Lyrics. Von der Wut und Energie, für die die New Yorker einst bekannt waren, fehlt leider jede Spur. Stattdessen klingt NOT YOUR KINGDOM wie ein letzter mitleiderregender Versuch, ­endlich den Sprung in die Welt der ­Kommerzkünstler zu schaffen. Songs wie ‘Rebel Kids’ oder ‘Life’s A Mural’ könnten glatt von einer anderen Band stammen, und selbst Möchtegern-Hardcore-Tracks wie ‘Stab Wounds’ oder ‘Family First’ klingen eher wie einfallsloser Abklatsch denn echte Weiterentwicklung. Mit NOT YOUR KINGDOM beweisen Madball eindrucksvoll, dass neu nicht immer gleich besser ist – zum Glück haben uns andere Bands aus der NYHC-Generation dieses Jahr schon mehr als genug gutes Hörmaterial geliefert.

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Quelle: METAL HAMMER.de