Kritik zu Viande .. MONUMENT AUX MORTS
Extreme Metal aus Frankreich trägt seit jeher eine eigene, eigentümlich schwere Signatur. Deathspell Omega öffneten dem Okkultismus die Tore, Blut Aus Nord verschmolzen Industrial mit Avantgarde und Atmosphäre, Alcest gaben der Blackgaze-Bewegung entscheidende Impulse, und Gojira stiegen mit ihrer eigenwilligen Verbindung aus Progressivität und Naturgewalt zur international wohl erfolgreichsten Metal-Band des Landes auf. An stilistischen Eigenheiten mangelt es der französischen Szene also nicht – und auch Viande gelingt es, im eng umrissenen Terrain des Death Doom Metal eine erkennbare eigene Handschrift zu entwickeln. MONUMENT AUX MORTS bewegt sich langsam, aber unbeirrbar vorwärts: ein Marsch durch zähen Morast, getragen von bösartigem Gekeife und tief grollenden Gitarren. Mal walzend wie in ‘Une cage d’os’, mal stampfend wie in ‘L’esprit cachot’, mal finster-majestätisch wie in ‘Germes de mort’, und nur selten mit einem Anflug von Hast wie in ‘Linceul immense’. Dabei bleibt das Album jederzeit den Grundprinzipien seines Genres verpflichtet. Große Überraschungen sucht man auf MONUMENT AUX MORTS deshalb vergeblich – ebenso wie unnötige Experimente. Viande verstehen es, aus bekannten Mitteln ein gleichermaßen düsteres wie schwer verdauliches Klangbild zu formen. Keine Revolution des Death Doom, wohl aber ein Album, das seine Last mit Überzeugung trägt – und dabei eine unverkennbare Duftmarke hinterlässt.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















