Kritik zu Southpaw FLHC THE STANDARD

Mit THE STANDARD liefern Southpaw ein Album ab, das seinem Namen um jeden Preis gerecht werden will – und genau darin liegen auch seine größte Stärke und Schwäche. Die Floridianer bewegen sich konsequent im Rahmen ihres gewohnten „Auf-die-Fresse“-Sounds, ohne dabei große Risiken einzugehen: Moderner Hardcore mit leichten Hip-Hop- und Death Metal-Einflüssen, abgerundet mit stumpfen Lyrics und ordentlich Geballer. Dass bei solch einem musikalischen Konzept nicht viel Platz für Kreativität bleibt, ist vorprogrammiert, doch selbst in Sachen Härte, wo Southpaw eigentlich punkten sollten, können die Amerikaner nicht mit Genre-Kollegen wie Mugshot oder No Cure mit­halten. Auch lyrisch bewegt sich THE ­STANDARD im typischen Spannungsfeld aus innerem Konflikt, Durchhalteparolen und persönlicher Reflexion, ohne wirklich neue Horizonte zu erkunden. Am Ende bleibt ein solides, aber selten herausragendes Album, das sich handwerklich definitiv blicken lassen kann, aber insgesamt zu sehr auf Sicherheit setzt, um sich nachhaltig vom Genre-Durchschnitt abzuheben.

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Quelle: METAL HAMMER.de