Kritik zu Sinner BOOM BANG GODDBYE
Ist dies also der Abschied vom Musiker Matthias Lasch aka Mat Sinner? Nicht ganz, denn nach dem angekündigten Sinner-Ende gibt zumindest eine Zukunft für Primal Fear. Der von einer Post-COVID-Erkrankung mittlerweile wieder halbwegs genesene Bassist, Produzent und Song-Schreiber hat für BOOM BANG GOODBYE nicht nur seine aktuelle Band ins Studio gerufen, sondern auch eine illustre Schar befreundeter Gastmusiker, darunter Saga-Frontmann Michael Sadler (‘Turn The Page’), Ronnie Romero (‘Leave It All Behind’, ‘All Night Long’, ‘Hellbreaker’), Soilwork-/The Night Flight Orchestra-Sänger Björn „Speed“ Strid (‘Are You Ready’), Erik Mårtensson (Eclipse) oder auch U.D.O./Dirkschneider & The Old Gang-Lead-Gitarrist Mathias Dieth (‘Born To Run’). Das Ergebnis ist, wie nicht anders zu erwarten, lupenreiner traditioneller Achtziger-Hard Rock mit Hymnencharakter, tadellos gespielt, beeindruckend gesungen und – dem Genre entsprechend – angenehm unaufdringlich in Szene gesetzt. Wo andere Künstler ihr Finale mit – gelegentlich allzu – überzogenen Ambitionen zelebrieren, setzt Mat Sinner auf eingängige Melodien, im Gedächtnis bleibende Refrains und nachvollziehbare, unverkopfte Slogans. Soll man Sinner zum Finale also alles Gute wünschen? Nein, man sollte lieber den Wunsch äußern, dass noch lange nicht Schluss ist.
Frei nach Cinderellas ‘Don’t Know What You Got (Till It’s Gone)’ muss man diesem Abschiedsalbum durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge begegnen. Unterstützt von einer Riege stimmstarker Star-Gäste wie etwa Ronnie Romero oder Björn „Speed“ Strid zündet Bandchef und Bassist Mat Sinner mit BOOM BANG GOODBYE einen letzten großen Kracher und kredenzt allen Hard- und Melodic Rock-Fans ein allerhand Achtziger-Hit-Gespür versprühendes Finale. Frank Thiessies (5 Punkte)
Ein locker-leichtes Sommeralbum: BOOM BANG GOODBYE rockt lässig aus der Hüfte, atmet Nostalgie, nimmt das Leben nicht so schwer und macht dank genau dieser Attitüde durchgehend Spaß. Die Gastsänger bringen Abwechslungsreichtum ein und stehen zugleich für die Feier persönlicher Freundschaften. Schade, dass es das gewesen sein soll, doch immerhin haben wir es mit einem würdigen Abschied zu tun. Katrin Riedl (5 Punkte)
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Quelle: METAL HAMMER.de















