In Flames zum neuen Album: „Einzigartiger geht es kaum.“

Mit ihrem letzten Studioalbum FOREGONE (2023) schienen In Flames nach ein paar eher halbgaren Platten wieder vollends die Kurve hin zu mitreißendem Melodic Death Metal gekriegt zu haben. Da die Genre-Ikonen eifrig am Nachfolger schrauben, liegt es auf der Hand, in Interviews nach dem aktuellen Stand zu fragen. So geschehen beim Gespräch von Frontmann Anders Fridén mit Magenta TV-Moderator Paolo Phoenix.

Alles im Lot

Zunächst musste Anders klarstellen, dass die neue Scheibe noch nicht fertig ist: „Die Gerüchte sind nicht wahr. Wir sind immer noch am Bauen — wie beim Lego bauen. Allerdings läuft es gut.“ Anschließend gab Fridén zu Protokoll: „Es wird wie In Flames klingen – und wie sonst niemand. Einzigartiger geht es kaum. Aber wir führen das fort, was wir bisher erschaffen haben, und packen alles, was In Flames jemals ausgemacht hat, in ein großes Album. Und ich kann es kaum erwarten, dass die Leute es hören. Wir sind wirklich stolz darauf. Alle sind in absoluter Topform. Es klingt jetzt schon fantastisch — und es ist noch nicht einmal abgemischt.“

Des Weiteren sollte Anders einschätzen, ob sich In Flames damals darüber im Klaren waren, dass sie den Melodic Death Metal in ihren Anfangsjahren mit geprägt haben. „Nein, nein, nein, ganz und gar nicht“, wiegelt der 53-Jährige ab. „Wir waren einfach Musik-Fans und wollten unsere eigene Vorstellung davon umsetzen, was wir für Heavy Metal hielten. So hatten wir einfach Spaß daran, das zu erschaffen, was wir liebten, und ließen uns von unzähligen anderen Bands inspirieren. Es ist mir eine große Ehre und ich bin sehr demütig, solche Sachen zu hören, aber ich lasse mir das nicht zu Kopf steigen. Das tut einem nicht gut.“

Außerdem sinnierte der In Flames-Sänger darüber, dass Fans von Heavy Metal-Bands nicht mit ihren Meinungen hinterm Berg halten. „Ich liebe es, dass die Leute mit Leidenschaft bei der Sache sind. Heavy Metal-Fans verurteilen einen zwar ständig, aber sie sind auch total leidenschaftlich — und das liebe ich an diesem Genre. Deshalb will ich ein Teil davon sein. Doch es hat mich auch völlig überrascht, dass ich zur Heavy Metal-Szene gehöre, weil ich dachte, es gäbe dort überhaupt keine Regeln, und man kann einfach machen, was man will. Schreien und laute Musik spielen — und alles ist gut. Doch Jahre später habe ich herausgefunden: ‚Man darf das nicht, jenes auch nicht, und das ebenfalls nicht.‘ Aber scheiß drauf: Mach einfach, was auch immer du willst.“

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In Flames haben sich für ihren mittlerweile 15. Longplayer erneut mit Produzent Howard Benson (Motörhead, Body Count, Sepultura, Three Days Grace, 3 Doors Down) zusammengetan, der die schwedische-amerikanische Formation seit BATTLES (2016) betreut. Ton-Ingenieur Mike Plotnikoff war ebenfalls wieder mit von der Partie. Neben den alteingesessenen Mitgliedern Anders Fridén und Björn Gelotte (Gitarre) mischen bei der Gruppe derzeit noch Gitarrist Chris Broderick, Bassist Liam Wilson sowie Schlagzeuger Jon Rice mit.


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Quelle: METAL HAMMER.de