Andrew Watt hat unveröffentlichte Songs

In den letzten Jahren vor seinem Tod hatte Ozzy Osbourne bekanntlich mit Andrew Watt zusammengearbeitet. Bei dieser Kollaboration entstanden die Alben ORDINARY MAN (2020) und PATIENT NUMBER 9 (2022). Der 36-jährige Produzent hat nun ausgeplaudert, dass er noch unveröffentlichte Lieder hat, die er mit dem „Prinz der Dunkelheit“ aufnahm. In der Nacht vor Ozzys letztem Konzert (17 Tage später verstarb die Black Sabbath-Ikone) haben die beiden die Tracks noch einmal begutachtet.

In der Hinterhand

Watt offenbarte im Interview mit dem US-amerikanischen Rolling Stone: „Es gibt ein paar Lieder, die wir aus einem bestimmten Grund gemacht haben. Und… Ja… Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Es fällt mir schwer, sie mir anzuhören.“ Gewiss kam hierauf eine Nachfrage, ob Pläne bestehen, die Stücke rauszubringen. „Mehr oder weniger“, antwortete Andrew.

Anschließend erzählte der New Yorker von seiner finalen Begegnung mit Ozzy Osbourne: „Am Abend vor dem Konzert bin ich in Birmingham tatsächlich mit Sharon und ein paar Leuten ein Curry essen gegangen. Währenddessen habe ich mit Ozzy geschrieben. Er war in seinem Hotelzimmer und meinte: ‚Komm ins Hotel, komm ins Hotel!‘ Ich saß bei Sharon – und wir dachten beide: ‚Er hat morgen einen großen Tag. Vielleicht sollte ich besser nicht hingehen, sonst wird er nur total aufgedreht.‘

Karrieresprungbrett

Doch er ließ sich nicht nicht abwimmeln: ‚Nein, du kommst ins Hotel. Du kommst!‘ Also bin ich hingegangen. Ich habe ein Curry mitgebracht und mich zu ihm gesetzt. Und er hat gezeichnet, wie er es eben immer machte. Wir saßen zusammen, haben uns die Sachen angehört, die wir gemacht hatten, und uns Notizen gemacht. An jenem und dem nächsten Tag habe ich ihn die letzten Male gesehen. Aber wir hatten eine wunderbare Hör-Session und haben über viele Dinge gesprochen.“

Doch damit nicht genug: Watt zeigt sich überdies dankbar dafür, dass die Heavy Metal-Legende auf ihn gesetzt hat. „Er hat mir sehr vieles beigebracht. Und wenn Ozzy Osbourne einen auserkor, hat er einem eine Karriere geschenkt. Ich habe Rock-Musik schon immer geliebt, aber ich war Pop-Produzent, bevor er sich dazu entschied, mich neben ihm stehen zu lassen. Und danach konnte ich all diese großartigen Dinge machen. Aber er war der Erste. Und er hat Randy Rhoads, Zakk Wylde und Jake E. Lee ausgewählt.“

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube

Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Jener Ozzy Osbourne-Rückenwind kommt auch Yungblud zugute, wie Watt erörtert: „Yungblud befand sich schon vor dem ‚Back To The Beginning‘-Konzert auf einem fantastischen Weg. Doch Ozzy gab ihm ‘Changes’ zum Singen. Ozzy liebte Yungblud als Mensch und das, was er als Künstler macht. Deshalb holte er ihn auf diese Bühne. So sang Yungblud diesen Song – und das veränderte sein Leben.“

—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Tony Iommi über das Leben nach Black Sabbath, sein neues Album FROM THE DARK und sein Soloschaffen: Lest die große Titelgeschichte in der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe 11/2026! Jetzt am Kiosk, in unserem Online-Shop und günstig im Abo.



Quelle: METAL HAMMER.de