Kritik zu Lumsk EINSEMDA
Lumsk waren immer schon anders als die anderen Folk Metal-Horden des Nordens. Entrückter. Musikalischer. Hölle, sogar jazziger. Das ist auf EINSEMDA nicht anders: Zum Glück nicht. Gut drei Jahre nach FREMMEDE TONER tut das vielköpfige Ensemble aus Trondheim immer noch so, als würden die norwegische Sagenwelt und Prog Rock insgeheim doch zusammengehören. Damit saßen sie schon immer hoffnungslos zwischen den Stühlen; aber nach mehr als einem Vierteljahrhundert Kauzigkeit hat in der Band eh niemand mehr ernstlich Hoffnung, damit reich zu werden. Also zaubern sie einfach und kreieren einnehmende musikalische Welten, die manchmal wie ein Rundgang durch die Werke von Theodor Kittelsen wirken, manchmal wie eine Opeth-Passage, manchmal wie ein Legendenabend am heimischen Herd im endlos dunklen nordnorwegischen Winter. Stimmungsvolle Geschichten erzählen konnten Lumsk immer gut, das haben sie schon mit ihren unvergessenen ersten beiden Alben ÅSMUND FRÆGDGJEVAR und TROLL verdeutlicht. Ihr folkig-proggiges Narrativ ist aber mittlerweile deutlich ausgefeilter und von beschwörender Kraft. Oder auch: Folk Rock für Anspruchs-Rocker.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















