Kritik zu Ministry HATE TO GO (TAKE OUT OR DELIVERY)
Was die Industrial Metal-Platzhirsche der Neunziger angeht, scheint gerade das große Abschiednehmen anzustehen: Neben Godflesh ist jetzt auch bei Ministry Feierabend, HATE TO GO ist erklärtermaßen (Stand heute, man
weiß ja nie) der Schwanengesang der Mannen um Al Jourgensen – wobei man argumentieren könnte, dass alles nach FILTH PIG 1996 im Zeichen des Niedergangs stand und sich verzweifelt an eine Formel klammerte, die in ihrer schlichten Aggressivität zusammen mit der fulminanten Bühnen-Show zu Zeiten von ΚΕΦΑΛΗΞΘ Kinnladen reihenweise auf Halbmast setzte, aber auch ziemlich schnell Patina angesetzt hat. Auch HATE TO GO vertraut weiter auf Samples galore, Parolen als Gesang, martialische Minimal-Riffs und den Albumtitel gewordenen Sparwitz. Neu sind leicht irritierende deutschsprachige Einsprengsel in ‘We Hate’ und das etwas beklemmende Gefühl, dass hier ein 67-jähriger Ex-Voll-Junkie der Generation Z seine Meinung zu Social Media & Co. einbläuen will. Wie schon gesagt: Ministry sind weit über dem Verfallsdatum, aber zum Abschied noch mal verhalten nickende vier Punkte für all den Hass, den ihr uns gegeben habt.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















