Altes Logo fühlte sich überholt an, sagt Mark Morton
Nicht wenigen Fans ist es sauer aufgestoßen, dass Lamb Of God ihr ikonisches, altehrwürdiges Band-Logo auf dem aktuellen Studioalbum INTO OBLIVION zugunsten einer neuen Variante beiseite gelegt haben. Gitarrist Mark Morton wurde nun im Interview beim Radiosender WMMR hierzu auf den Zahn gefühlt. Der 53-Jährige feiert total, dass sich die Fans darauf eingeschossen haben. Darüber hinaus fand die Gruppe das alte Logo mittlerweile überholt.
Zeit für etwas neues
„So eine Kontroverse um das Logo — ich liebe es“, freut sich der Lamb Of God-Musiker. „Das alte Logo ist ja nicht weg. Es ist auf jedem T-Shirt. Wir haben es schließlich nicht begraben. Es hat sich einfach ein bisschen altmodisch angefühlt. Da wir die neue Platte wirklich frisch finden, hielten wir es für eine gute Idee, in ästhetischer und grafischer Hinsicht etwas zu machen, das sich einzigartig für dieses Projekt anfühlt. Und dann sagen alle: ‚Dieses Cover ist Mist. Es ist aus wie Kunst aus den Nullerjahren. Das Logo ist doof.‘ Da denke ich mir: Das ist großartig. Denn wenn das Schlimmste, was sie über das Album zu sagen haben, ist, dass sie das Logo nicht mögen, sind wir in großartiger Form.“
Zuvor erörterte schon Lamb Of God-Frontmann Randy Blythe im Gespräch mit Hardlore die Logo-Problematik. „Um ehrlich zu sein, brauchte das Logo Veränderung. Es ist die Papyrus-Schriftart. Und hätten wir vor zwanzig oder wie vielen Jahren auch immer gewusst, dass es wie eine Speisekarte von einem Falafel-Restaurant aussieht, hätten wir den Font nicht benutzt. Doch das war eben, bevor die Papyrus-Schriftart überall zu sehen war.“
Kollege Matthias Weckmann schrieb in seiner Rezension zum aktuellen Lamb Of God-Werk: „Achtung, Überlastung! Das giftige Grund-Riff des Openers und Titel-Songs könnte locker von FAR BEYOND DRIVEN (1994) stammen. Diese kantige, fast stoisch vorwärtsdrückende Wucht trägt INTO OBLIVION von der ersten Sekunde an. […] Wenn man nach diesen 40 Minuten metallischer Achterbahnfahrt verschwitzt von INTO OBLIVION ausgekotzt wird, weiß man wieder, warum man einst dem Metal verfallen ist. Mit seinen rassigen Riffs, überbordender Härte, emotionalen Untiefen und technischen Finessen trägt dieses Album die Essenz des Genres kraftvoll weiter.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















