„Armored Saint sind wie eine Familie.“
Aufgrund anhaltender Differenzen trennten sich 1992 die Wege von Anthrax und Joey Belladonna. Seinen Part als Sänger übernahm damals John Bush, der dafür Armored Saint verließ. Doch anstatt einen neuen Frontmann zu suchen, löste sich die Band damals auf. Vermutlich keine allzu schlechte Entscheidung, denn die Vorjahre waren nicht besonders positiv geprägt: Sucht, ausbleibende Plattenverkäufe, Tod.
Sprunghafte Geschichte
Gitarrist Phil Sandoval sprach kürzlich mit Eonmusic über diese turbulente Zeit und erklärte, wie und warum es zur Auflösung kam. Nachdem der damalige Gitarrist Dave Prichard im Februar 1990 der Leukämie erlegen war, kehrte Sandoval zur Band zurück. Dieser hatte sich fünf Jahre zuvor wegen Suchtproblemen von Armored Saint zurückgezogen. Als es gerade wieder bergauf ging und die Band eines ihrer prägendsten Alben veröffentlicht hatte, folgte 1992 der nächste Schlag.
Der 65-jährige Gitarrist erklärt: „Ohne David Pritchard wäre die Band heute nicht das, was sie ist. Das führte zu SYMBOL OF SALVATION, und wir dachten, von nun an würde alles gut laufen. Doch dann traf uns der große Schock: John wechselte zu Anthrax.“ Rückblickend betrachtet Sandoval die damalige Situation und sieht nicht mehr nur das Schlechte. Er meint: „Ich glaube, es hat der Band geschadet. Aber andererseits hat er eben sein eigenes Ding gemacht. Das Schöne ist jedoch, dass wir heute, im Jahr 2026, mit einem neuen Album hier sind – und er ist unser Lead-Sänger.“
Auf die Frage, ob der Rest der Band seinerzeit einen neuen Sänger in Betracht gezogen habe, antwortet Sandoval: „Den Gedanken gab es schon. Aber letztlich blieb es nur bei einem Gedanken, der dann auch wieder verflog, denn John ist einfach ein untrennbarer Bestandteil unseres Teams. Wir lieben Johnny. Wir lieben uns alle gegenseitig, und das ist eine tolle Sache. Armored Saint sind wie eine Bruderschaft, eine Familie.“
Zusammenfassend schließt Phil Sandoval mit den Worten: „Die Geschichte von Armored Saint verlief schon immer sehr sprunghaft, aber das Positive ist, dass es uns immer noch gibt – und die treuen Fans, die uns schon immer mochten, sind auch noch da. Jetzt müssen wir nur noch ein paar neue Fans dazugewinnen.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















