Malakian bezieht Stellung zur Politikdebatte

System Of A Down-Gitarrist Daron Malakian äußert sich zur Politikdebatte im Metal. Beim Sick New World Festival in Texas fand er deutliche Worte zur US-Regierung. Während Metallica-Frontmann James Hetfield dafür plädiert, Konzerte als unpolitischen Raum zu begreifen und auch andere Musiker die Rolle politischer Botschaften im Live-Kontext infrage stellen, vertritt System Of A Down-Gitarrist Daron Malakian eine andere Perspektive. Beim Sick New World Festival in Texas findet er deutliche Worte zur politischen Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft.
„Rot oder blau, eurer Regierung seid ihr scheißegal.“
„In letzter Zeit wurde viel darüber diskutiert, ob man politisch sein sollte oder nicht. Letztendlich ist es so: Egal, ob ihr rot oder blau wählt, eurer Regierung seid ihr scheißegal“, erklärt Malakian während des Auftritts. Mit der Aussage bezieht er sich auf die politische Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft und stellt die Loyalität gegenüber großen politischen Lagern infrage.
Die Reaktionen auf seine Worte fallen unterschiedlich aus. Während einige Fans die Kritik an der politischen Zweiteilung der USA begrüßen, sehen andere darin keine neutrale Haltung. Stattdessen verstehen sie die Aussage als Aufruf, die gesellschaftlichen Machtverhältnisse grundsätzlich zu hinterfragen.
In einem der meistgelikten Kommentare auf Instagram wird Howard Zinn, US-amerikanischer Historiker und Politikwissenschaftler, mit den Worten zitiert: „Wir können es uns nicht leisten, in einem fahrenden Zug neutral zu bleiben.“ Ein anderer Kommentar argumentiert: „Die Botschaft lautet nicht, dass er ‚neutral‘ ist oder ‚keine Stellung bezieht‘. Es geht darum zu erkennen, dass es nicht um Rot gegen Blau geht, sondern um uns gegen sie. Genau das ist eine eindeutige Stellungnahme.“
Die Äußerung fällt in eine Zeit, in der mehrere Musiker über die politische Verantwortung von Künstlern auf der Bühne diskutieren. Metallica-Frontmann James Hetfield hatte bei einem Konzert in der Sphere in Las Vegas erklärt: „Metallica sind nicht hier, um euch, wie manche andere Entertainer, mit ihrem Bullshit zu beeinflussen.“ Die Band sei vielmehr gekommen, um gemeinsam mit dem Publikum den Alltag hinter sich zu lassen. „Metallicas Agenda ist Liebe, Energie und harte Musik, Baby“, ergänzte Hetfield.
Diese Haltung stieß unter anderem bei Roger Waters auf Kritik. Der Mitbegründer von Pink Floyd bezeichnete Hetfield als „absolutes Arschloch“. Auch Nikki Sixx von der Glam Metal-Band Mötley Crüe sprach sich gegen politische Stellungnahmen auf der Bühne aus.
Politik als Teil der Band-Geschichte
Für System Of A Down ist die Verbindung von Musik und Politik keineswegs neu. Seit ihren Anfängen greift die Band in ihren Texten gesellschaftliche Missstände, politische Konflikte und staatliche Gewalt auf. Besonders deutlich wird dies in ihrer Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Armeniern und den Folgen staatlicher Macht. Malakians Aussage fügt sich somit in eine lange Band-Geschichte ein, in der politische Themen einen festen Platz einnehmen.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















