Er kann in keiner Band spielen
Michael Schenker hat keine gute Meinung über seinen Bruder und Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker. Ersterer bezeichnete Zweiteren hier und da als Mobber, der ihn ausnutze. Darüber hinaus behauptet Michael, Rudolf habe seinen kompletten Stil sowie sein Gitarrenspiel kopiert. Der Streit dreht sich auch um die Songwritingcredit am Song ‘Coast To Coast’. Nun hat sich der Ältere der beiden Brüder zu seinem Verhältnis mit seinem jüngeren Familienmitglied geäußert.
Extremer Mensch
„Ich liebe ihn“, so Rudolf Schenker über Michael. „Er ist eine tolle Person. Ich habe auf ihn aufgepasst, seit er ein Baby war. Und ich habe ihn in all die Bands gebracht, in denen er zu früheren Zeiten war. Ich sorge mich darum, dass es nicht abwärts für ihn geht. Es liegt an ihm. Er ist ein sehr extremer Mensch. Er kann in keiner Band sein, er ist kein Band-Mensch, sondern in extremer, großartiger Gitarrist. Und das ist eine andere Situation.“ Auf die Frage, ob er und Michael derzeit Kontakt haben, entgegnete Rudolf: „Im Moment nicht. Von meiner Seite aus würde ich sofort mit ihm reden. Ich kann ihm nicht mal böse sein, weil ich die Warte kenne, aus der er spricht.“
Des Weiteren erläuterte Rudolf Schenker noch die unterschiedlichen Herangehensweisen ans Gitarrenspiel, die er und Michael haben. „Mein Bruder will einer der besten Gitarristen der Welt sein. Und ich habe gesagt: Ich will in einer der 30 größten Rock’n’Roll-Bands der Welt spielen.“ Alsdann löste der Scorpions-Rocker noch das Rätsel darüber auf, wer von beiden zuerst eine Gibson Flying V spielte. Demnach hätten die Scorpions irgendwann auf einem großen Festival spielen sollen. Dort habe Michael das Problem gehabt, dass er keine Gitarre hatte. Rudolf Schenker habe dann eine Gibson Melody Maker aufgetrieben, auf der Michael jedoch nicht spielen wollte. So habe Rudolf seinem Brüderchen seine Flying V ausgeliehen. Nach der Show habe Michael gemeint: „Ich kann dir die Gitarre nicht zurückgeben. Sie klingt so gut.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















