Erstes Anthrax-Album seit zehn Jahren kurz vor Veröffentlichung

Anthrax stehen kurz vor der Veröffentlichung ihres zwölften Studioalbums CURSUM PERFICIO, das am 18. September erscheint – zehn Jahre nach Vorgänger FOR ALL KINGS. In einem neuen TalkShopLive‑Interview erklärte Gitarrist Scott Ian, warum die lange Wartezeit nicht ganz so dramatisch sei, wie sie auf dem Papier wirkt. Die Band habe bis Ende 2019 getourt, danach kam die Pandemie. Erst Anfang 2022 sei man wieder gemeinsam im Proberaum gewesen. „Diese Energie, endlich wieder zusammen Musik zu machen, hört man auf dem Album“, so Ian.
Warum die neue Platte so lange brauchte
Laut Ian begann die echte Arbeit an CURSUM PERFICIO Anfang 2022, fertig gemischt war das Album im November 2025. Die Band habe sich bewusst Zeit genommen, um die Songs organisch wachsen zu lassen. Das lateinische Titelmotiv – „Meine Reise ist zu Ende“ – spiegelt dabei die Idee wider, ein Werk zu schaffen, das sich wie ein Abschluss eines langen Weges anfühlt, ohne nostalgisch zu werden.
Die Setlist bleibt ein ewiger Balance-Akt
Im Interview sprach Ian auch über die kommende Tournee und die Frage, wie viele neue Songs wohl in die Setlist kommen. „Es ist unser zwölftes Album, das ist eine Menge Material“, sagte er. Anthrax seien live extrem physisch, ein 90-Minuten‑Set fühle sich für die Band wie drei Stunden an. „Wirklich alle glücklich zu machen, ist einfach unmöglich.“
Trotzdem stehen bereits mehrere neue Songs fest im Programm. ‘It’s For The Kids’, ‘Everybody’s Got A Plan’ und ‘The Edge Of Perfection’ wurden kürzlich im St. Vitus Club in Brooklyn gespielt. Dazu kommt ‘NYC 93’, für das die Band dort direkt ein Video drehte – ohne Barrikade, mit klassischem Chaos und Stage‑Diving. Auch weitere Stücke wie ‘Infectious’ oder ‘Target On My Back (T.O.M.B.)’ möchte Ian langfristig live ausprobieren. Sein Ziel: „Über die nächsten zwei Jahre hinweg jedes Stück des Albums irgendwann live spielen.“
Die Spannung steigt
Aufgenommen wurde CURSUM PERFICIO in Dave Grohls Studio 606, produziert von Jay Ruston und der Band selbst. Laut Ian ist es ein Werk, das die Geschichte von Anthrax respektiert, die Erwartungen der Fans erfüllt und gleichzeitig die eigene Klangsprache erweitert: aggressiv, lebendig und mit dem Hunger einer Band, die nach der Pandemie wieder zusammengefunden hat.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















