Slipknot hauen überraschend einen brandneuen Song raus!
Slipknot sind immer für Überraschungen gut. Das haben sie gerade wieder unter Beweis gestellt, indem sie aus ziemlich heiterem Himmel ein nigelnagelneues Lied veröffentlicht haben. Das gute Stück trägt den Titel ‘Arsenal’ und klingt auf der einen Seite typisch nach den Maskenmetallern (sicher auch wegen der Stimme von Corey Taylor). Auf der anderen Seite kommt es vergleichsweise sperrig und experimentell daher, obgleich sich auch direkt Textzeilen zum Mitskandieren anbieten.
Wuchtiges Erlebnis
‘Arsenal’ stellt überdies den ersten Release des Band-eigenen Label sic(est) Records, Roadrunner Records und Atlantic Records scheinen jedoch ebenfalls eingebunden zu sein. Des Weiteren ist die Komposition die erste Veröffentlichung, auf welcher der von Sepultura abgeworbene Jay Weinberg-Nachfolger Eloy Casagrande am Schlagzeug mitwirkt. Zudem sind die zuletzt geschassten Mitglieder Sid Wilson und Craig Jones nicht mehr mit von der Partie. Im Musikvideo nimmt Schauspieler Jackson White (‘Tell Me Lies’, ‘Friedhof der Kuscheltiere: Bloodlines’) eine zentrale Rolle ein.
Premiere feierte der Track gestern als „Hottest Record“ in der Sendung New Music Show With Jack Saunders auf BBC Radio 1. Im zugehörigen Interview gab Frontmann Taylor über ‘Arsenal’ zu Protokoll: „Es haut voll rein. Es ist ein absolut wuchtiges Erlebnis. Was mir daran besonders gefällt, ist, dass es gewissermaßen alles auf den Punkt bringt, was wir tun. Es gibt diese großartigen Momente voller Hyperaktivität. Und am Ende kommt dieser grandiose Drop, der den Song erst richtig ausmacht. Es ist, als hätten wir uns alle an den Haaren gepackt und würden einfach nur schreien: ‚Los! Los!‘ Das bringt für mich Slipknot perfekt auf den Punkt.“
Unvergleichlich
Mitte Juli 2026 plauderte Gitarrist Jim Root im im Podcast Ride Bynd noch über die Arbeiten der Gruppe mit Produzent Matt Wallace am neuen Liedgut. Dabei sinnierte der 54-Jährige auch über das Wiederaufleben des Nu Metal. „Alles unterliegt einem Zyklus. Dinge kommen in Mode und gehen wieder. Und das ist wild. Das neue Zeug, das wir gerade schreiben, klingt überhaupt nicht so. Wir machen keinen Rückschritt oder entwickeln uns zurück. Es gibt zwar gewisse Elemente – wir schreiben eben, wie wir schreiben, also bleibt uns ein gewisser Vibe immer erhalten. Aber man wird von uns – mangels eines besseren Begriffs – kein Nu Metal-Album zu hören bekommen.“
Der Riff-Schmied fuhr fort: „Ich weiß gar nicht, ob wir jemals Nu Metal waren. Ich glaube, wir sind einfach zu einer Zeit aufgetaucht, als Nu Metal gerade angesagt war — und deshalb wurden wir in diese Schublade gesteckt. Denn als die New Wave Of American Heavy Metal aufkam, hat man uns auch dort eingeordnet, wenn ich Interviews für Gitarrenmagazine gegeben habe. Und ich dachte mir nur: ‚Moment mal. Ich dachte, wir wären Nu Metal.‘
Aber mittlerweile geben wir Interviews zusammen mit Lamb Of God und ähnlichen Bands — und ich denke mir einfach: ‚Was auch immer.‘ Für mich sind wir einfach Slipknot. Ich glaube nicht, dass es eine Schublade gibt, in die man uns stecken kann.“ So ergeht es Root auch, wenn er sich die Sachen anhört, an der er und seine Band-Kollegen gerade mit Matt Wallace schrauben. „Es klingt wie nichts, was ich je zuvor gehört habe, und doch hat es etwas Vertrautes an sich – so, als würde ich es schon mein ganzes Leben lang hören.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















