Jay Weinberg ist seit dem Rauswurf bei Slipknot in Therapie
Im November 2023 wurde Schlagzeuger Jay Weinberg überraschend von Slipknot gefeuert. Dass dies keine einfache Situation für den damals 33-jährigen Spross von Bruce Springsteen-Drummer Max Weinberg war, ist hinlänglich bekannt – zumal er einen Tag zuvor noch einen Auftritt mit Corey Taylor und Co. hatte. Nun offenbart der frischgebackene Vater, dass er sich seinerzeit professionelle Hilfe suchen musste.
Im Interview mit Bryce Maopolski, dem Development Manager von HeartSupport, sprach er kürzlich über den schwierigen Weg. HeartSupport ist eine gemeinnützigen Organisation, die der Musikszene durch kostenlose, musikbasierte Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit hilft. „Es gab einen Punkt, an dem ich mich – emotional gesehen – wie ein verheddertes Knäuel aus verrostetem Stacheldraht fühlte“, sagte Weinberg zu Beginn des Gesprächs.
Entwirrung
Er fährt fort: „Ich brauchte Fachwissen und Know-how – die Fähigkeit, mein Leben in eine Bahn zu lenken, die Ängste und Frustrationen lindert oder Herausforderungen bewältigbar macht, um ein friedlicheres, glücklicheres Leben zu führen. All das war für mich der Schlüssel dazu, dieses verrostete Stacheldrahtknäuel zu entwirren. Für mich bedeutete das, mich um eine Therapie zu bemühen.“ Viel Halt habe er auch bei seiner Ehefrau Chloe und engen Freunden gefunden.
Ein enger Freund sei es auch gewesen, der Jay Weinberg seinen eigenen Psychotherapeuten empfahl. Mit Beginn der Therapie „fühlte es sich schließlich an, als würde sich eine Tür öffnen – wie eine Tür, bei der ich es mit unzähligen Schlüsseln versucht hatte, ohne dass sie sich öffnen ließ.“ Auch heute noch hat der Musiker jede Woche eine Sitzung. Dazu erklärt er: „Ich habe gemerkt, dass es mir wirklich hilft, meine Gedanken zu ordnen, schwierige Themen zu sortieren und Ereignisse sowie Lebensumstände zu verarbeiten, die schwer zu bewältigen oder zu begreifen sind.“
Inzwischen habe Weinberg seinen Frieden damit gemacht, nicht auf alles eine Antwort parat zu haben. Dadurch seien schwierige Situation deutlich einfacher zu bewältigen. Der Rauswurf bei Slipknot überschnitt sich mit einer Operation an der Hüfte. Infolgedessen habe er viel Zeit allein mit seinen Gedanken verbracht, was eine „enorme psychische und physische Belastung“ darstellte. Daraus habe der 35-Jährige jedoch einiges gelernt – vor allem, dass das Leben nicht immer einfach ist und Herausforderungen eben dazugehören.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















