Kritik zu Coreleoni GENERECTION
Das vierte Studioalbum GENERECTION der Band um Gotthard-Gitarrist Leo Leoni ist erklärtermaßen ihr härtestes, was allerdings – entgegen gängigen PR-Sprachregelungen – nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal sein muss. Zudem haben Coreleoni seit 2022 mit Ronnie Romero-Nachfolger Eugent Bushpepa einen neuen Frontmann gefunden und die aktuelle Scheibe produktionstechnisch auf einen an die Siebziger angelehnten analogen Sound geeicht. So weit die äußerlichen Eckdaten. Kommen wir zu den Folgen dieser drei nicht unwichtigen Eckpunkte: 1.) Bushpepa ist ein erstklassiger Metal-Sänger, stimmlich irgendwo zwischen dem 2010 tödlich verunglückten Gotthard-Originalvokalisten Steve Lee und dem Bin-überall-im-Einsatz-Mann Romero angesiedelt. Der Albaner stemmt sich mit seiner beeindruckenden Kehlkraft gegen Leonis Gitarrengewitter und gewinnt (meistens). Das ist 2.) auch gut so, da es ihm die überwiegend ruppige Gangart des schweizerischen Axeman nicht leichtmacht, das notwendige musikalische Sagen zu behalten. Denn, Hand aufs Herz: Nicht jedes Leoni-Riff kann die jeweilige Nummer allein tragen, zumal manches erstaunlich punkig/thrashig klingt. Das – Punkt 3! – passt zwar einerseits zum offenbar bewusst gewählten rohen Gesamt-Sound der Scheibe, schmälert aber den Hörgenuss, zumindest bei mir. Eines allerdings kann man GENERECTION nicht absprechen: Vom großen Gotthard-Schatten distanziert sich diese Scheibe mit jeder einzelnen Note!
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
Quelle: METAL HAMMER.de

















