Kritik zu Tygers Of Pan Tang ELECTRIFYED

Mit dem neuen Album wollen die NWOBHM-Veteranen Tygers Of Pan Tang zurück zu ihren ­Wurzeln (namentlich zum Debüt WILD CAT aus dem Jahr 1980) und gleichzeitig modern klingen. Das gelingt durchaus überzeugend. Das Motto während des Songwritings ­lautete: „Je härter, desto besser!“ Fans müssen allerdings keine Sorge haben, dass ihre Lieblinge die melodischen Pfade verlassen. Dafür sorgt schon Frontmann Jack Meille, dessen markantes Rock-Organ stellenweise angenehm an Danny Bowes von Thunder erinnert (das ist durchaus als großes Kompliment gemeint). Wenn das Riffing einmal besonders stramm nach vorne marschiert, denkt man unweigerlich an Accept. Ansonsten schweben über weite ­Strecken natürlich Judas Priest der späten Siebziger Jahre als alles überstrahlendes Vorbild über dem Sound der Briten. Diese Mischung aus geschmackvollen, aber treibenden Gitarren, einer ausgewogenen Pro­duktion und einem ausgezeichneten Sänger zündet aber auch im Jahr 2026 noch ausgezeichnet. Revolutionen sollte man von ELECTRIFYED allerdings nicht erwarten. Das wollen Tygers Of Pan Tang auch gar nicht. Stattdessen liefern die Haudegen sauber gespielten, schlau komponierten und angenehm zu hörenden Heavy Metal ab, der seine Herkunft nie verleugnet und musikalisch in allen Belangen überzeugt. Wer klassischen britischen Metal mit modernem Anstrich schätzt, wird mit diesem Album seine Freude haben.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***



Quelle: METAL HAMMER.de