Kritik zu Kris Barras Band MONSTERS WE MADE
Bevor Kris Barras hauptberuflich Musiker wurde, verdiente der Engländer zehn Jahre lang als erfolgreicher MMA- und Muay-Thai-Kämpfer sein Geld – inklusive Kämpfen in Las Vegas, Thailand und Singapur. So martialisch, wie dieser Lebenslauf vermuten lässt, fällt die Musik seiner 2015 gegründeten Band allerdings gar nicht aus. Ursprünglich im Blues Rock verortet, hat sich die Kris Barras Band nach sechs Studioalben vielmehr dort etabliert, wo der amerikanische Markt seit Jahren pulsiert: bei modernem Stadion-Rock mit satten Gitarren, großen Refrains und zeitgemäßem Sound. Als Orientierungshilfe dürfen Shinedown, Black Stone Cherry oder Alter Bridge (wobei die weit mehr Metal-Schlagseite haben) dienen. Druckvolle Gitarren, moderne Arrangements und eine fette Produktion bilden das Fundament, hinzu kommt ein ausdrucksstarker Frontmann, der sowohl die kraftvollen Rock-Nummern als auch die emotionaleren Momente überzeugend trägt. Mein persönliches Problem liegt in der grundsätzlichen Ausrichtung des Materials. So hochwertig die Songs auch komponiert sind, auf Dauer fällt das Ganze etwas zu seicht aus. Ein paar echte Kopftreffer, mehr Ecken, Kanten und Eruptionen hätten MONSTERS WE MADE gutgetan. Unterm Strich bleibt dennoch ein ausgesprochen stark produziertes Album, das modernen Mainstream-Rock auf hohem Niveau präsentiert.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
Quelle: METAL HAMMER.de

















