Kritik zu Soulgrind AD PULCHRAM MORTEM
Die 1992 formierten Finnen Soulgrind kehren mit ihrem zehnten Album zurück auf die Bildfläche – und das nach einer Auszeit von 16 Jahren (THE TUONI PATHWAY erschien 2010). Während sich am federführenden Stammpersonal (Gitarrist Lord Heikkinen, Sängerin Tanya Lilith und Keyboarder/Growler Azhemin) nichts verändert hat, feiern auf AD PULCHRAM MORTEM ein neuer Gitarrist sowie Schlagzeuger ihre Premiere. Stilistisch changiert das Sextett nach dem atmosphärischen Intro ‘Nousee Musta Lintu’ zwischen Black- und Gothic Metal. Bereits im fast neunminütigen, von akkordeonartigen Synth-Flächen durchzogenen ‘The Origin Of The White Serpent’ prallen grollende Düsterkeit und Liliths eindringliche, höchst charakteristische Stimme packend aufeinander. Vom zurückgenommenen ‘The Last Day Of Therinon’ abgesehen prägt die Dualität von Hart und Zart große Teile des Werks – seien es das finnisch intonierte ‘Jylhä Metsämies’ oder wüste, aber mit melodisch-treibenden Refrains mitreißende Stücke wie ‘Dark Water Wide’ und ‘A Whisper Curse Upon The Gale’. Das Grundschema mag ähnlich bleiben, doch Soulgrind begeistern durchgehend mit musikalischer Intensität und einnehmender Melancholie, wie sie nur Finnen erbauen können (man höre nur das von Rabenkrächzen ausgeleitete Schlussepos ‘Into The Shadows Of Devotion’). Willkommen zurück – bitte baldmöglichst Konzerte nachlegen!
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Quelle: METAL HAMMER.de

















