Kritik zu Oddland UNILLUMINATE TO ILLUMINATE

Ohne Dunkelheit gäbe es kein Licht, ohne Schwermut keine echte Freude, ohne Tief- keine Höhepunkte: Das jedenfalls behaupten die norwegischen Prog-­Metaller Oddland auf ihrem neuen ­Album UNILLUMINATE TO ILLUMINATE, und unterstreichen diese These mit dem entsprechenden Soundtrack. Wann immer Sänger Sakari Ojanen eingängige Melodien anstimmt, halten seine drei Band-Kollegen mit komplexen, rhythmisch vertrackten und mitunter sogar dissonanten Instrumental-Parts dagegen (bestes Beispiel: ‘Eternal Erode’). Dadurch wird der Hörer in ein Wechselbad der Gefühle katapultiert: Wo es eben noch anheimelnd und fast poppig klang, herrscht plötzlich der krasse Kontrast aus Jussi Poikonens derben Gitarrensalven, bösen Akkordstrukturen und herausfordernden Rhythmus-Patterns. Man kennt das von artähnlichen Gruppen wie ­Haken, Pain Of Salvation oder – um die Extreme auszuloten – Meshuggah. Es ist die zeitgemäße Vermischung aus traditionellem Art Rock und harten, bisweilen thrashigen Metal-Attacken. Der inhaltlichen Grundidee von UNILLUMINATE TO ILLUMINATE wird dieser Mix vollauf gerecht – es klingt allerdings etwas anstrengend.

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Quelle: METAL HAMMER.de