Kritik zu Rising Insane DEATHRACE
Das niedersächsische Quintett konnte sich in den vergangenen Jahren einen Namen in der deutschen Metalcore- und Post Hardcore-Szene machen. Auf vier Albumveröffentlichungen folgten Tourneen mit Papa Roach und Of Mice & Men, was sicher eine Art Ritterschlag für Rising Insane bedeutete. Musikalisch bewegt sich die Band im modernen Metalcore-Bereich, in welche Kerbe nun auch ihre fünfte Platte DEATHRACE schlägt – allerdings klingt nicht nur der Name wesentlich martialischer als das zuvor erschienene WILDFIRES (2024), sondern auch die zehn neuen Songs sind aggressiver, roher und griffiger. Passend zum Thema saust der Titel-Track und Album-Opener wie ein nigelnagelneuer Ferrari zackig vorbei. Bereits zu ‘Countdown’ steigen Rising Insane wieder etwas in die Eisen – allerdings nur, um ein paar dröhnige Growlparts, einen epischen Refrain und ein noch epischeres Outro zu servieren. Insgesamt sprüht DEATHRACE vor Energie – aber eben auch vor Botschaft: Neben den emotional an sich selbst addressierten Stücken wie ‘Error’, ‘Good Enough’ oder ‘Traumatized’ versuchen die anderen Tracks, einen Funken mitten in unserer Gesellschaft zu zünden. Angst und Unsicherheit aufgrund der aktuellen politischen Lage sowie die daraus resultierende Wut gegen machthabende Eliten bestimmen ‘Deathrace’ und ‘Countdown’; ‘Narcisisst’ ist ein Wink mit dem Zaunpfahl. Vielleicht wird ja aus DEATHRACE das nächste Lauffeuer.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















