Kritik zu Sermon OF GOLDEN VERSE

Sermon errichten aus Progressive-, Doom-, Alterna-tive- sowie Post Metal grenzenlose Freiheit und stellen sich voll und ganz in den Dienst der Melancholie. 2023 bleibt die Band ihrer auf dem 2019er-Debüt zur Schau gestell-ten Liebe zu Katatonia, Porcupine Tree, Opeth oder Tool treu, weckt aber ver­stärkt Assoziationen zu Modern-Metallern wie Times Of Grace, Trivium, Return To Earth oder Eve Of Alana. Anspruchsvoll und komplex, aber nie verkopft. Emotional, aber nie kitschig. Fragil, aber stets bereit, in harschere Gefühlswelten auszubrechen. Neben Scheuklappen­freiheit, Gänsehaut­melo­dien und Wechseln zwischen warmem Gesang, Flüstern sowie Sprechen nähren viel­schichtige Rhythmen Sermons Magie.

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So verlassen die Londoner in dem wütenden ‘Wake The Silence’ und dem mit Blastbeats und dicken Doublebass-Grooves ausstaffierten ‘Departure’ ihre Midtempo-Komfortzone, während Marsch­trommeln ‘Royal’ und das leicht The Doors-geschwängerte ‘Senescence’ untermalen. Und spätestens, wenn ‘Golden’ aus ‘Stranger Things’-Atmo­sphäre und einem großen Chorus Stadion-Rock-Potenzial zaubert, bestehen keine Zweifel mehr: OF GOLDEN VERSE ist Gold wert.

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Quelle: METAL HAMMER.de