Kritik zu Slaughterday DREAD EMPEROR

Lovecraft-inspirierter Death Metal nach Lehrbuch: Das seit 2010 existierende Ostfriesenduo Slaughterday (bestehend aus Gitarrist/Bassist Jens Finger sowie Growler/Schlagzeuger Bernd Reiners, live unterstützt von drei szenebekannten Mitstreitern) setzt zu seinem fünften Streich an und bringt mit DREAD EMPEROR eine weitere todbringende Attacke auf den Markt – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen dem instrumentalen Intro ‘Enthroned’ und dem die Klammer schließenden ‘Dethroned’ erfolgt ein wilder Ritt durch alles, was das Old School-Genre zu bieten hat: Stücke wie ‘Rapture Of Rot’ vereinen doomig-trübes Dahin­siechen und wüstes Geballer, Nummern wie das Hit-verdächtige ‘Astral Carnage’ zeigen bitterböse Zähne, und der gemächliche Titel-Track sowie ‘Necrocide’ warten mit auffällig verspielten Gitarren auf. Abgesehen vom naturgemäß thrashig angehauchten Protector-Cover ‘Golem’ sucht man Ausbrüche aus dem urwüchsig-tief­tönenden Klangschema vergebens – Slaughterday gehen keine Kom­promisse ein oder biedern sich Trends an, sondern frönen passioniert dem Old School-Vibe und liefern eine ­unverstellte Vollbedienung für Genrefans.

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Quelle: METAL HAMMER.de