Kritik zu Temple Of Dread GOD OF THE GODLESS

Temple Of Dread GOD OF THE GODLESS

Death Metal, Testimony/Soulfood (9 Songs / VÖ: 4.10.)

Die Arbeitsmoral dieser Truppe sucht ihres­gleichen: Vor gerade mal fünf Jahren legten die Norddeutschen Temple Of Dread ihr Debüt vor, und nun erscheint bereits Album Nummer fünf. Das Beste daran: Der Qualität tut das vorgelegte Tempo weiterhin keinerlei Abbruch. Stattdessen hat das Trio von der Insel Spiekeroog mittlerweile sogar Live-Luft geschnuppert und will offenkundig mehr. Musikalisch bleibt indes vieles beim Alten: Es regiert knurriger Old School-Death Metal in allen denkbaren Ausprägungen – von kompro­missloser Attacke (‘Carnage Ritual’) über dräuend-wuchtige Nackenbrecher (‘Spawn Of Filth’) bis hin zu melodisch Verspieltem (‘Terminal Putrefaction’); den wohl krassesten Spagat zwischen schwe­rem Bollwerk und furiosem Wüten legt ‘Monstrosity Divine’ hin. Auch alte Bande bleiben bestehen: So kehrt Genre-Urgestein Marc Grewe in ‘Sacrificial Dawn’ ans Mikro zurück, während die lyrischen Ergüsse weiterhin von „Todes­psychologe“ Frank „Doc“ Albers stam­men (was Temple Of Dread ebenfalls mit der Grewe-Poulsen-Combo Asinhell verbindet).

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Im Vergleich zum Vorgänger wurden die klanglichen Spielereien zurückgefahren und fallen nur noch an zwei Stellen auf: Im Titel-Track durch­bricht eine orchestrierte Passage das apokalyptische Wüten und verleiht dem Stück eine feierliche Stimmung, während das Finale ‘Demise Of Olympus’ von ruhigeren Einflechtungen durchzogen wird. Unterhaltungsfaktor und Durch­schlagskraft der 42 Minuten schmälert dies keineswegs – ganz im Gegenteil.

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Quelle: METAL HAMMER.de