Kritik zu Tortuga ITERATIONS

Bitte nicht verwechseln mit der stilistisch und inhaltlich völlig anders gearteten deutschen Piraten-Rock-Band gleichen Namens, handelt es sich hierbei doch um die aus dem polnischen Posen stammenden, psychedelisch angehauchten Stoner-Doomer, die mit ITERATIONS ihr drittes und – nach unabhängigen Eigenveröffentlichungen – erstes Album unter Napalms Label-Flagge vorlegen. Da Sänger, Sample-Jäger und Gitarrist Pablo neben seinem auf dem Vorgänger umgesetzten Lovecraft-Faible auch gerne Sci-Fi-Prosa schreibt, geht man hier mit der ambitionierten Plot-Prämisse an den Start, auf Konzeptalbumlänge in sieben Songs die Geschichte des Universums (und im kleineren Maßstab auch die eines einzelnen menschlichen Lebens) von Anfang bis Ende zu erzählen.

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Wäre das Song-Material oder zumindest die atmosphärische Komponente dazu imstande, besagte mannigfaltige Makro-/Mikrokosmos-Metaphorik auch musikalisch mit melodischem Leben, engagierteren Gesangsdarbietungen und eben nicht zu vielen Sprach-Samples zu füllen, wäre das Ergebnis deutlich erfüllender. Subtrahiert man jedoch den zunächst intellektuellen Eindruck schindenden Schöpfungs­narrationsanspruch, bleibt lediglich ein grundsolides, Psychedelia, Stoner und eine Portion Prog fusionierendes, relativ generisches Genre-Werk übrig.

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Quelle: METAL HAMMER.de