Kritik zu Zerre ROTTING ON A GOLDEN THRONE

Die Würzburger bewegen sich seit ihrer Gründung konsequent im Spannungsfeld klassischer Thrash Metal-Traditionen und moderner Crossover-Ansätze. Die Band bezieht sich hörbar auf die Frühphase von Metallica und ihrer Bay Area-Kollegen, kombiniert deren präzise Riff-Arbeit mit Groove und verzichtet auf stilistische Spielereien. Und eines ist klar: Mit ROTTING ON A GOLDEN THRONE festigen Zerre ihre Position innerhalb der Thrash-Szene nachhaltig. Mit neuem Label und klar erkennbarer Weiterentwicklung rifft die Band voran, bleibt aber stilistisch erfrischend kompro­misslos. ROTTING ON A GOLDEN THRONE positioniert sich nämlich als bewusst unversöhnliches Werk, das auf Konfron­tation statt Vermittlung setzt. Die Songs sind geprägt von schnellen, kantigen Riffs, häufigen Tempowechseln und einem starken Fokus auf Rhythmik. Parade­beispiel dafür ist ‘Pigs Will Be Pigs’, ein Track, der pusht und zusätzlich mit extra Gangshouts und knackigen Soli punktet – Zerre wissen, was die Fans begeistert! Das hohe Energielevel und der nicht minder hohe Spaßfaktor ziehen sich durch die komplette Platte, ob Nacken­brecher (‘Concrete Hell’) oder Pit-Anheizer (‘Killing Taste’). Für mich persönlich das Monats-Highlight, das den Soundcheck-Thron verdient hätte.

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Quelle: METAL HAMMER.de