Kritik zu Paganizer FLESH REQUIEM

Paganizer FLESH REQUIEM

Death Metal, Transcending Obscurity/Soulfood (12 Songs / VÖ: 1.11.)

2024 ging bisher nicht als Rogga Johanssons produktivstes Jahr in die Geschichte ein: Der schwedische Workaholic brachte „lediglich“ ein Werk unter eigenem Namen sowie je eines mit Ribspreader, ­Massacre, House By The Cemetary, Furnace und Catacomb hervor – für seine Verhältnisse also eher wenig. Spaß beiseite: Seine Ende der Neunziger aus der Taufe gehobene Urformation ­Paganizer genießt weiterhin einen besonderen Stellenwert unter all seinen Projekten und setzt qualitativ Maßstäbe. Dies gilt auch für FLESH REQUIEM, ein weiteres Old School-Death Metal-Vorzeigewerk: Der Titel-Track ist nichts weniger als eine episch-melodische Offenbarung, Stücke wie ‘Hunger For Meat’ oder ‘Fare Thee Well (Burn In Hell)’ knüppeln alles in Grund und Boden, ‘World Scythe’ und ‘Suffer Again’ segeln mit Amon Amarth-Epik durch die sieben Weltmeere, und wenn es mal ruhigere Passagen gibt, dräuen diese nur dem nächsten Aufbegehren entgegen. Keine Pause, keine Gnade, keine Kompromisse; es regiert die gekonnte (für Kritikwillige: im Gros relativ gleichförmig klingende) Melange aus Aggression und Melodie. In gut 40 Minuten ist alles gesagt – in Kombination mit dem grandiosen Artwork aus der Feder des verstorbenen Mariusz Lewandowski Genre-Oberklasse.

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Quelle: METAL HAMMER.de