Kritik zu Keops BITTER STORY FOR HUMANITY

Warum Keops hierzulande bislang noch nicht mehr Aufmerksamkeit erfahren haben, erschließt sich nicht recht. Mit der neuen ­Stimme am Mikrofon könnte das jedoch gelingen. Seit 2025 führt die charisma­tische Röhre Vana Beara das kroatische Quintett an. Und dabei war BITTER ­STORY FOR HUMANITY bereits von ihrem Vorgänger Zvonimir Špacapan einge­sungen worden. Vielleicht war der Wechsel – so unerwartet er für die Band auch gekommen sein mag – doch zu etwas gut. Immerhin dringen aus Bearas Kehle beeindruckend kraftvolle Töne. Zwar sind auch ein paar winzige Aus­reißer dabei, aber Nummern wie der Titel-Song reißen das Ruder wieder herum. Donnernde Drums, das Wechselspiel aus getragenen Parts und furiosem Riffing sowie der gänsehauterregenden Reib­eisenstimme der Sängerin erschaffen ein spannendes Hörerlebnis. Mit ‘Breathe Of Fire’ verhält es sich ganz ähnlich, wobei das Tempo noch ein Stück mehr an­gezogen wird. Im Vergleich zu voran­gegangenen Werken verbauen Keops auf diesem Album gut platzierte sympho­nische Elemente in vielen der Stücke (zum Beispiel ‘Walk Of Death’, ‘False Gods’). ‘She Sells Sanctuary’ hat einen gänzlich anderen Vibe als die übrigen Lieder. Ein dezenter Hard Rock-Einschlag verleiht der Nummer eine gewisse Beschwingtheit, die geradezu zum Tanzen einlädt. Zudem kommt die gemeinsame Gitarrenarbeit von Bruno Mic˘etic’ und Branimir Habek hier (oder auch in ‘Sinner’) besonders gut zur Geltung. Schön, dass Keops zu jenen Bands gehören, die Weiterentwicklung anstreben. Gute Arbeit!

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Quelle: METAL HAMMER.de