Sänger Biff Byford verrät das Geheimnis ihrer Beharrlichkeit

Die wenigsten Bands können behaupten, schon knapp 50 Jahre (noch immer) erfolgreich im Musikbusiness zu stehen. Saxon schließen sich damit Größen wie Iron Maiden und Judas Priest an, die von ähnlichen Zeitspannen sprechen können. Im Interview mit dem polnischen Mystic Festival blickt Frontmann Biff Byford zurück und reflektiert den Zustand der aktuellen Metal-Szene.

Leidenschaft

Auf die Frage, wie Saxon es schaffen, auch nach so langer Zeit in Bezug auf ihre Musik noch leidenschaftlich zu bleiben, antwortet der Sänger: „Wir lieben ganz einfach das, was wir tun. Wir lieben es, Songs zu schreiben. Unser Fokus liegt noch immer darauf, großartige Musik zu schreiben und für unsere alten und neuen Fans relevant zu bleiben. 

Ich glaube, wir konnten durch schlechte Zeiten wachsen – gute Zeiten, schlechte Zeiten. Das ist wie eine Achterbahn des Rock’n’Roll. Man muss die Stürme nehmen, wie sie kommen. Unser Motto ist ‚Never Surrender‘, genau wie in dem Lied (‘Never Surrender’, DENIM AND LEATHER, 1981 – Anm.d.Red.). 

Stellung halten

Darauf angesprochen, was das „coolste“ daran sei, in Saxon zu spielen, mein Byford: „Ich vermute, es ist dasselbe, wie wenn man in Iron Maiden, in Judas Priest oder irgendeiner dieser Bands aus den Siebzigern und Achtzigern spielt. Wir fühlen uns sehr privilegiert und schätzen uns glücklich, dass wir noch hier sind und Musik schreiben.  

Wir haben einige gigantische Songs geschrieben, die um die Welt gingen und die Sicht der Leute auf die Musik ein wenig veränderten. Wir haben einen neuen Sound mitbegründet, der noch heute auch bei jüngeren Fans Anklang findet. Die Menschen sind heutzutage auf Social Media und es ist sehr einfach, eine Verbindung zu einer Band, zu mir oder den Gitarristen aufzubauen. Social Media hat uns dabei geholfen, unsere Musik wieder unter die Leute zu bringen“, betont der Musiker.

Metalhead bleibt Metalhead

Er erklärt, wie sich die Szene seiner Meinung nach verändert hat:„In den Achtzigern waren es Platten, Magazine, Publikum, Mund zu Mund-Propaganda und Radiosender. Heute ist es ein wenig anders, aber es sind die gleichen Leute. Die gleichen Menschen, die Rock-Musik, Heavy Metal, Heavy Rock, Hard Rock, Hardcore, Death Metal und so weiter mögen. 

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Ich schaue mir oft das Publikum an, aber sehe den Unterschied zwischen heute und den Achtzigern kaum. Heute ist es vielleicht ein wenig düsterer und die Leute wissen mehr, was sie wollen. Aber ich denke, es ist einfach ein Lebensstil und eine Familie. Wir sind einfach Teil dieser Familie – eine der Bands, die noch hier sind“, meint der Frontmann.

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Quelle: METAL HAMMER.de