Kritik zu Electric Callboy TANZNEID

Im Grunde macht es keinen Unter­schied, ob der Autor dieser Zeilen seine Meinung zum mittlerweile siebten Studio­-werk von Electric Callboy kundtut – die Erfolgswelle der Castrop-Rauxeler wird das nicht zum Ab­­ebben bringen. Und: Klammert man die vier technoiden Remixe am Albumende aus, kennen die Fans sowieso bereits mehr als die Hälfte der Kompositionen, hat das Sextett mit dem Titel-Track, der Babymetal-­Team-Arbeit ‘Ratatata’, der ‘Brawl Stars’-Kollaboration ‘Hypercharged’, dem Zusammenwirken mit Dexter Holland (The Offspring) in ‘Let The Good Times Roll’, ‘Elevator Operator’, ‘Revery’ und dem Sum 41-Cover ‘Still Waiting’ als Wink an Drummer-Neuzugang Frank Zummo doch schon sieben Stücke vorab mit jeweils zugehörigem Video ausgiebig zelebriert. Insofern ist klar, was TANZNEID bietet. Wer auf augenzwinkerndes Musik-Enter­tainment mit Metalcore-Geballer und Eurodance-Tanzflur-Breakdowns steht, bekommt hier die Vollversorgung. Song­writerisch sind ‘Hypercharged’, ‘Let The Good Times Roll’ und ‘Elevator Operator’ sicher arg anbiedernd angelegt. Für gute Laune dürfte die nach dem ‘Hurrikan’-Muster konstruierte Boyband-Anspielung ‘The Way You Are’ sorgen. Wie auch immer man ihre Songs einordnet, derzeit können Sänger Nico Sallach, Shouter Kevin Ratajczak, Bassist Daniel Klossek, Schlagzeuger Frank Zummo sowie die Gitarristen Daniel „Danskimo“ Haniß und Pascal Schillo wohl nichts falsch machen.

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Quelle: METAL HAMMER.de