Doku über verstorbenen Rush-Drummer angekündigt

Rush befinden sich nach ihrer Wiederbelebung — verstärkt durch die deutsche Jazz-Schlagzeugerin Anika Nilles — auf einer neuen Welle des Erfolgs. Dazu passt, dass die staatliche Rundfunkgesellschaft Kanadas, CBC, eine neue Dokumentation über Neil Peart, den verstorbenen Drummer der Progressive-Rocker, angekündigt hat. Der Ausstrahlungstermin dafür steht bereits fest: ‘Neil Peart: No One’s Disciple’ läuft am 23. September im kanadischen Fernsehen.

Namhafte Gäste

Der Film zeichnet den Aufstieg des Trommlers von seinen schwierigen Anfängen als junger Künstler bis hin zur Schlagzeug- und Prog-Ikone nach. Natürlich hat die Produktionsfirma Banger Films um Sam Dunn (‘Metal: A Headbanger’s Journey’, ‘Iron Maiden: Flight 666’, ‘The Ballad Of Judas Priest’) dafür auch Neils Band-Kollegen Geddy Lee und Alex Lifeson interviewt — sowie weitere renommierte Drummer.

Darüber hinaus haben sich der Bassist und der Gitarrist mit unter anderem Chad Smith (Red Hot Chili Peppers), Stewart Copeland (The Police) und Danny Carey (Tool) zusammengetan und ein paar Rush-Klassiker gezockt. Neil Peart litt an einem Glioblastom — einer aggressiven Form von Hirnkrebs. Nach einem dreijährigen Kampf dagegen starb der Musiker am 7. Januar 2020 im kalifornischen Santa Monica im Alter von 67 Jahren.

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Geddy Lee offenbarte 2022 zu Gast in der kanadischen Talkshow House Of Strombo, dass Neil Peart seine Krankheit geheimhalten wollte. „Neil wollte nicht, dass es jemand erfährt. Er wollte es einfach nicht. Er wollte die Sache im privaten Kreis halten. Und das haben wir auch getan. Es war eine schwere Zeit. Ich kann nicht behaupten, dass es leicht war – denn das war es nicht. Und es zog sich über einen langen Zeitraum hin. Bei seiner Diagnose gab man ihm höchstens noch 18 Monate, doch er lebte noch dreieinhalb Jahre. Wir waren also ständig bei ihm, um ihm beizustehen und ihn zu unterstützen.

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Was seine Familie durchmachen musste, war wirklich hart. Es war ein ständiges Hin und Her. In solch einer Lage ist es sehr schwer, normal zu funktionieren, weil man mit niemandem darüber reden kann. Schließlich soll es ja niemand erfahren. Die Leute hören Gerüchte, sprechen einen darauf an — und man weicht aus. Das fühlt sich einerseits unehrlich an, aber andererseits hält man zu seinem Freund. Also: Scheiß auf die Unehrlichkeit. Die Loyalität zählt mehr. Ich würde sagen, das war für uns die schwierigste Phase, um irgendwie weiterzumachen: Diese ganze Zeit, in der wir uns in einer Art Blase der Trauer befanden und auf ein unvermeidliches, schreckliches Ende zusteuerten.“


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Quelle: METAL HAMMER.de