Limp Bizkit haben wieder Spaß an Musik

Limp Bizkit-Gitarrist Wes Borland freut sich in einem Interview mit Consequence über das Wiederaufleben ihrer Musik: „Ich glaube, die Leute merken, dass wir wieder Spaß daran haben – oder vielleicht sogar endlich Spaß daran haben.“

Nach jahrelangen Gegenreaktionen und Kritik: Ende der 1990er- und Anfang der 2000er Jahre verkauften Limp Bizkit Millionen von Alben. Trotzdem wurden sie von Skeptikern und Musikkritikern oft verrissen.

Eine neue Generation entdeckt Limp Bizkit

In den vergangenen Jahren erlebte Nu Metal jedoch vor allem durch Soziale Medien eine große Renaissance. Davon profitierten auch Limp Bizkit: Sie gewannen neue Fans und frühere Hörer zurück.

Wes Borlands Ehefrau hat dabei eine Beobachtung geäußert, der Wes zustimmen kann: „Ich glaube, es ist einfach so, dass ihr endlich Spaß habt. Und das merkt man euch auch an. Ihr nehmt euch selbst nicht zu ernst.“

Umdenken nach Sam Rivers Tod

Der frühe Verlust von Bassist Sam Rivers (2025) markierte einen bedeutenden Einschnitt in die Geschichte der Band: „Was kann denn noch Schlimmes passieren? Wir haben doch schon alles durchgemacht.“

Borland glaubt, dass ihre Fans die Trauer und den Konflikt innerhalb der Band anmerkten: „Ich glaube, das hat man von außen auch gemerkt. Ich habe das Gefühl, unsere Fans dachten sich: ‚Uff … da läuft irgendwas Dunkles ab.‘“

Mit Humor gegen das alte Stigma

In den vergangenen Jahren haben Limp Bizkit gelernt, den früheren Spott mit Humor zu nehmen: Ihr 2021er-Comeback-Album trägt den scherzhaften Titel STILL SUCKS.

Limp Bizkit-Frontmann Fred Durst verkleidet sich auf der Bühne regelmäßig zu skurrilen Figuren. Auch Wes Borland tritt bei Konzerten immer wieder in ausgefallenen und humorvollen Kostümen auf.

Vom Hassobjekt zur Kult-Band

Borland erklärt, dass sich die öffentliche Wahrnehmung der Band im Laufe der Jahre verändert habe: „Wenn die Leute aufhören, alles so ernst zu nehmen und sich einfach ein bisschen entspannen, ein bisschen älter werden und erkennen, wie viel Glück wir haben, hier zu sein, dann sagt man einfach: ‚Ach, dieses Stigma ist mir eigentlich egal. Ich mag diese Band.‘ Anstatt zu sagen: ‚Oh, ich muss etwas beweisen. Ich bin hart im Nehmen. Ich mag das nicht, weil du das nicht magst.“

Limp Bizkit gehen heute mit mehr Leichtigkeit und Freude an ihre Musik heran. Laut Wes Borland spüren das die Fans: „Ich glaube, die Leute merken, dass wir wieder Spaß daran haben – oder vielleicht sogar endlich Spaß daran haben. Denn in der Anfangszeit weiß ich nicht, wie viel Spaß wir daran hatten.“

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Heißes Angebot zum Open Air-Sommer: Keine Festival-Reportage verpassen, sechs Ausgaben METAL HAMMER abstauben und ordentlich sparen: 6 Hefte zum Sonderpreis für nur 19,95 € statt 59,40 € – jetzt limitiert im Festival-Abo-Deal unter www.metal-hammer.de/festivalabo/!



Quelle: METAL HAMMER.de