Politisches Konzert nahe dem Weißen Haus

Turnstile haben am vergangenen Samstag vor rund 60.000 Menschen in Washington, D.C. gespielt und dabei mehr als 220.000 US-Dollar für humanitäre Hilfe gesammelt. Das kostenlose Benefizkonzert auf der National Mall stand im Zeichen der Unterstützung für Menschen in Palästina, Sudan und Libanon.

Turnstile spielten direkt am Washington Monument – nur wenige Gehminuten vom Weißen Haus entfernt. Der symbolträchtige Ort verlieh der politischen Botschaft der Veranstaltung zusätzliches Gewicht. Frontmann Brendan Yates sorgte während des Auftritts auch abseits der Musik für Aufmerksamkeit: Er griff ein, als eine Besucherin mit dem Sicherheitspersonal aneinandergeriet.

Direkt vor dem Weißen Haus: Turnstile setzen politisches Zeichen 

Am 24. Oktober beendeten Turnstile den zweiten Abschnitt ihrer „Never Enough“-Tournee mit einem kostenlosen Konzert nahe dem Washington Monument. Nach Schätzungen des National Park Service kamen rund 60.000 Menschen zu der Veranstaltung. Organisiert wurde das Benefizkonzert in Zusammenarbeit mit “Human Concern International”.

Die Spenden fließen in humanitäre Hilfsmaßnahmen für Palästina, Sudan und Libanon. Über die Spendenplattform „LaunchGood“ kamen bis nach dem Konzert mehr als 220.000 US-Dollar zusammen. Das ursprüngliche Spendenziel lag bei gerade mal 150.000 US-Dollar.

Yates nutzte die Bühne für eine klare Botschaft. „Heute sind wir hier, um uns durch Musik zu versammeln und die Menschlichkeit zu feiern. Aber auch, um für sie zu kämpfen“, kündigte der Turnstile-Sänger an.

Anschließend forderte er die Menge auf, laut genug für das nahe gelegene Weiße Haus zu werden. Gemeinsam riefen Band und Publikum: „Freiheit für Palästina! Freiheit für Sudan! Freiheit für Libanon!“ Die unmittelbare Nähe zum Weißen Haus machte deutlich, dass Turnstile den humanitären Hintergrund des Konzerts ausdrücklich in den Mittelpunkt stellten.

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Brendan Yates greift bei Sicherheitsvorfall ein

Neben der politischen Botschaft wurde auch eine Szene während des Songs ‘T.L.C’ zum Gesprächsthema. Auf Videos in Sozialen Medien ist eine junge Besucherin mit Turnstile-Shirt zu sehen, die nach dem Crowdsurfing in den abgesperrten Bühnenbereich gelangt. Sicherheitskräfte versuchten sie grob aus dem nicht öffentlichen Bereich zu ziehen.

Sänger Brendan Yates bemerkte die Situation während des Auftritts und versuchte zunächst, über das Mikrofon die Aufmerksamkeit des Sicherheitspersonals zu bekommen. Als das nicht zum gewünschten Ergebnis führte, beugte er sich zur Besucherin hinunter, nahm ihre Hand und zog sie auf die Bühne. Dort blieb sie, während die Band den Song zu Ende spielte.

Der Vorfall erinnert an eine ähnliche Situation Anfang Oktober in Oklahoma City. Damals unterbrachen Turnstile ihr Konzert, nachdem ein Sicherheitsmitarbeiter beschuldigt worden war, einen Fan geschlagen zu haben. Die Band setzte den Auftritt erst fort, nachdem der betreffende Mitarbeiter entfernt worden war.

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Turnstile sammeln über 220.000 Dollar

Die National Mall ist nicht nur eine bedeutende Sehenswürdigkeit Washingtons, sondern auch ein zentraler Ort für politische Kundgebungen und öffentliche Proteste. Das Washington Monument und das nur wenige Gehminuten entfernte Weiße Haus bilden eine Location, die dem Konzert eine besondere politische Dimension gab.

Mit rund 60.000 Besuchern und einer Spendensumme von mehr als 220.000 US-Dollar wurde die Veranstaltung zu einem der bislang größten Benefizauftritte der Hardcore-Gruppe.

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Quelle: METAL HAMMER.de