Jack verteidigt digitale KI-Version seines Vaters

Ozzy Osbourne als digitale Figur: Für manche Fans eine faszinierende Vorstellung, für andere ein Schritt zu weit. Als die Osbourne-Familie Pläne für eine digitale, KI-optimierte Version der verstorbenen Metal-Legende bekannt machte, war die Empörung groß. Zwischen der Sorge vor kommerzieller Ausbeutung und dem Wunsch, Ozzys Vermächtnis zu bewahren, entbrannte eine Diskussion. Ozzys Sohn Jack Osbourne verteidigt weiterhin die Pläne der Familie, räumte jedoch eigene Fehler bei der Bekanntmachung ein.

Jack Osbourne: „Die Kritik war meine eigene Schuld“

Im Mai 2026 machten Jack und Sharon Osbourne ihre Pläne öffentlich, gemeinsam mit dem Technologieunternehmen “HYPERREAL” einen digitalen Ozzy zu entwickeln. Dabei sollen Stimme, Aussehen und Bewegungen des Musikers mit Hilfe künstlicher Intelligenz digital nachgebildet werden. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Zahlreiche Fans äußerten Bedenken und befürchteten, dass aus dem Vermächtnis des Rockstars ein kommerzielles Geschäft werden könnte.

In einer neuen Folge des Podcasts „Great Company with Jamie Laing“ sprach Jack Osbourne erneut über die Kontroverse: „Die Kritik war meine eigene Schuld.“ Er führte weiter aus: „Wir hatten gerade erst mit den Plänen angefangen, und ich war offenbar nicht richtig darauf vorbereitet, es angemessen zu erklären.“

Viele Menschen hätten befürchtet, dass Ozzy plötzlich für Mobiltelefone werben würde. Genau das sei jedoch nicht der Plan gewesen. Jack machte deutlich, dass die Familie andere Vorstellungen von der digitalen Zukunft seines Vaters verfolgt.

Das digitale Erbe unter eigener Kontrolle

Für Jack Osbourne geht es bei dem Projekt um weit mehr als eine technische Spielerei. Er sieht darin eine Möglichkeit, das digitale Erbe seines Vaters langfristig zu sichern. Die Familie möchte selbst darüber bestimmen, wie dessen Persönlichkeit dargestellt wird.

„Letztendlich besitzt man durch die Erstellung eines KI-Modells und eines digitalen Fingerabdrucks das geistige Eigentum und das Bild dieser Person“, erklärte Jack im Podcast.

Die Technologie entwickle sich ohnehin weiter. Deshalb wolle die Familie nicht erst reagieren, wenn andere längst Fakten geschaffen hätten. „Wir wollten von Anfang an dabei sein und sicherstellen, dass dieser neue Bereich der Unterhaltung richtig abgesichert ist“, erläuterte er ihre Motivation.

Kein Chatbot mit Ozzys Gesicht

Bereits bei der Bekanntgabe ihrer Partnerschaft mit “HYPERREAL” betonte Jack, dass der digitale Ozzy nicht einfach eine Künstliche Intelligenz mit dem Gesicht seines Vaters werden soll. Geplant sei ein geschlossenes KI-System, das nicht mit dem Internet verbunden ist. Die Grundlage bilden ausschließlich geprüfte Informationen und authentische Materialien über den Musiker.

Auch Sharon Osbourne verteidigte das Vorhaben. „Man kann Ozzy alles fragen, und er wird einem mit seiner eigenen Stimme antworten – und die Antworten werden genau das sein, was Ozzy gesagt hätte. Wir werden damit um die ganze Welt reisen. Personen können mit ihm sprechen, und er wird ihnen antworten.“ Die Familie möchte ihren Mann und Vater nicht für beliebige Werbezwecke einsetzen, sondern dafür sorgen, dass er in Erinnerung bleibt.

Jack versuchte, ihr Vorhaben bereits im vergangenen Juni in einer Folge des „The Osbournes Podcast“ zu verteidigen: „Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Für mich geht es darum, sicherzustellen, dass er niemals vergessen wird.

Was wir hier machen – das ist kein ChatGPT mit dem Gesicht meines Vaters drauf. […] Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Es geht darum, sicherzustellen, dass er niemals vergessen wird.“

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Wann erscheint der digitale Ozzy?

Ursprünglich sollte der digitale Avatar bereits im Sommer in speziellen holografischen Geräten in Großbritannien und den USA zu sehen sein. Dieser Zeitplan wurde jedoch nicht eingehalten. Ein konkreter Termin für die Premiere steht bislang nicht fest.

Ob die digitale Wiederbelebung des „Prince of Darkness“ tatsächlich eine neue Form der Fan-Erfahrung schafft oder eine Grenze überschreitet, bleibt umstritten. Fest steht: Die Osbourne-Familie möchte selbst bestimmen, wie Ozzys Vermächtnis in einer zunehmend von KI-geprägten Welt weiterlebt.

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Quelle: METAL HAMMER.de