Till Lindemann (Rammstein) trauert um seine Mutter

Die Mutter von Rammstein-Frontmann Till Lindemann ist gestorben. Dies berichten unter anderem Bild und die Ostsee Zeitung. Dem NDR liegt eine offizielle Bestätigung der Familie vor, wonach Brigitte Hildegard Lindemann (die alle Gitta nannten) „im Alter von 87 Jahren am Wochenende zu Hause in Nordwestmecklenburg“ für immer die Augen schloss. Informationen zur Todesursache liegen bislang nicht vor.

Leidenschaft für Literatur

Anfang Oktober stand für Gitta und Till Lindemann eigentlich eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 100. Geburtstags von Tills 1993 verstorbenem Vater Werner Lindemann (†66) an. Allerdings ging es der Mutter des Rammstein-Sängers zu schlecht, weswegen sie ihre Teilnahme an dem Event in der Rostocker Kunsthalle absagte. Till blieb ebenfalls fern und kümmerte sich lieber um sie.

Brigitte Lindemann (geboren am 11. April 1939 in Dresden) war Lyrikerin und Journalistin – und bis 2002 sogar Chefin der Kulturredaktion des Norddeutschen Rundfunks in Mecklenburg-Vorpommern. Noch im Frühling 2026 präsentierte sie ihren Gedichtband ‘Lautlos’ auf der Leipziger Buchmesse. Ihr Leben widmete sie der Literatur, wovon auch zeugt, dass sie den Autor Werner Lindemann heiratete, der zu einem der bekanntesten Schriftsteller der DDR avancieren sollte. Die Familie zog 1968 in den Norden der Deutschen Demokratischen Republik. Gitta pendelte mit ihren zwei Kindern Saskia und Till Lindemann vom Familienhaus in Drispeth bei Schwerin zum Radio der DDR in Neubrandenburg.

Doch damit nicht genug: Mit Rammstein konnte Gitta durchaus etwas anfangen. Als sie ein Redakteur der Ostsee Zeitung fragte, ob sie sich schon einmal eine Show der NDH-Metaller angetan hat, erwiderte sie: „Eins? Ich find‘ die Konzerte geil! Diese ganze Atmosphäre. Das hat doch was von Operninszenierungen.“ Till Lindemann nahm seine Mutter sogar mit zu den Auftritten in Paris sowie im Madison Square Garden von New York.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram

Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

„In New York saß ich zwischen den ganzen Technikern – und plötzlich mussten wir alle lachen, dass wir ‚kleenen Ossis‘ da nu hocken im Madison Square Garden“, erinnerte sich Gitta, als sie ein Schreiber der Ostsee Zeitung zu Hause besuchte. „Das war schon verrückt. […] Aber wissen Sie, was mich an diesen Jungs am meisten beeindruckt? Ihr Mut! Die trauen sich was und ecken an. Das war denen immer schietegal, ob etwas verboten ist oder was die Leute über sie denken.“ Zuletzt wohnte Gitta in einem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg.

—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Tony Iommi über das Leben nach Black Sabbath, sein neues Album FROM THE DARK und sein Soloschaffen: Lest die große Titelgeschichte in der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe 11/2026! Jetzt am Kiosk, in unserem Online-Shop und günstig im Abo.



Quelle: METAL HAMMER.de