Eric Knutson findet, Grunge hat Flotsam And Jetsam geschadet

Viele Metal-Bands, die in den Neunzigern aktiv waren, sind noch immer nicht gut auf Grunge zu sprechen. Kein Wunder, denn Nirvana und Co. übernahmen für eine kurze, aber intensive Zeit das Rock-Business. Flotsam And Jetsam-Frontmann Eric „A.K.“ Knutson geht es ähnlich, wie er als Gast bei The David Ellefson Show offenbart.
Grunge vs. Metal
Im Interview lässt er schwierige Zeiten in der Karriere der Thrasher Revue passieren und sagt: „Die Grunge-Ära hat uns geschadet, besonders in Bezug auf das Songwriting, die Richtung, in die wir eigentlich wollten und die Musik, die wir machen wollten.
Wir waren auf diesem riesigen Label MCA, und es war eine seltsame Zeit. Wir wussten nicht, was zu tun ist oder wohin wir wollten. Wir hätten vermutlich bei unseren Wurzeln bleiben sollen, aber haben versucht, ein bisschen kommerzieller zu werden. Nicht wirklich mit Absicht, aber unsere Songs wurden eingängiger“, gesteht der Musiker.
Auf dem rechten Weg
Er fährt fort: „Wir haben auf MCA drei Alben veröffentlicht, und obwohl ich diese Platten liebe, fühlten sie sich nicht an wie wir. Die Lieder sind großartig, aber sie fühlten sich zeitweise nicht richtig an. Und dann kündigte meine halbe Band. Ich musste neue Leute bekommen, ein neues Line-up, und so hat es uns für die nächsten Alben wieder in eine ganz andere Richtung bewegt.“
Dafür scheinen Flotsam And Jetsam in Knutsons Augen aktuell wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Er meint: „Jetzt habe ich ein Line-up, das sich anfühlt, als hätte ich nach NO PLACE FOR DISGRACE (1988 – Anm.d.Red.) einfach ohne die Unterbrechung durch den Grunge weitergemacht, der allen das halbe Publikum geklaut hat.
Außerdem auch ohne das Label, das versucht hat, uns in etwas zu verwandeln, mit dem man großes Geld verdienen kann. Wenn wir damals einfach weitergemacht hätten, hätten wie die Richtung eingeschlagen, in die wir uns jetzt endlich bewegen. Es ist cool, zurück an den Wurzeln zu sein, wie Flotsam auf den ersten paar Alben waren, allerdings mit aktuellerer Produktion.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















