Neues Album ist das, was dem Metal noch fehlt
Nach über 25 Jahren Band-Geschichte, zehn Studioalben und einer nicht allzu weit zurückliegenden EP arbeiten Trivium an einem neuen Album. In einem aktuellen Interview mit Nik Nocturnal spricht Frontmann Matt Heafy über das neue Werk CROWN IN THE GRAVE und seine Erwartungen daran.
Das beste von Trivium
Die Band hatte gleich von Beginn an eine spezifische Vorstellung vom Endergebnis, wie Heafy berichtet: „Bei dieser Platte haben wir uns wirklich gleich am Anfang zusammengesetzt und ganz bewusst entschlossen: ‚Dieses nächste Album das wir machen muss das beste sein, das wir je erschaffen haben’“, sagte er. „Aber wie? Alle sagen das immer. Es müssen die besten Songs sein. Die Songs sind wichtiger als alles andere. Sie sind wichtiger als irgendein Gitarren-Part, den ich spielen kann, wichtiger als irgendein hoher Falsetto-Scream oder ein tiefer gutturaler Scream. Die Songs haben höchste Priorität. Das muss die Essenz von Trivium sein. Das gesamte Album muss in sich geschlossen sein und insgesamt Sinn ergeben. Alles muss mit allem zusammenpassen.“
Bezüglich vorheriger Alben brachte Heafy an: „In der Retrospektive, wenn ich auf bestimmte Alben zurückblicke, dann fällt mir auf, dass zum Beispiel IN THE COURT OF THE DRAGON [2021] ein sehr extremes Album ist, und ich bin so: ‚Wow, es ist sehr technisch und es gibt viele Riffs.‘ Wir haben das damals nicht ganz realisiert. Wir gehen ein bisschen in die Richtung ‚Europäischer Extreme Metal‘ mit dem Zeug. Es ist sehr Black Metal, oder vielleicht nicht Black Metal, aber sehr technischer Metal, wohingegen wir uns mit THE SIN AND THE SENTENCE [2017] irgendwie alle einigen konnten. Denn davor hieß es immer: ‚Nein, ASCENDANCY ist das beste‘, ‚Nein IN WAVES ist das beste.‘, ‚Nein, SHOGUN ist das beste‘. SIN hat uns alle zusammengebracht.“
Völlig anders
„WHAT THE DEAD MEN SAY war ein bisschen wie eine Weiterführung davon, aber IN THE COURT OF THE DRAGON wurde einfach noch verrückter“, fuhr er fort. „Wir dachten uns: ‚Lasst uns einfach irgendwas machen. Lasst uns einfach alles geben, einfach nur um zu zeigen, das wir es können.‘ Und bei der STRUCK DEAD-EP [2025] dachten wir eigentlich, dass sie uns zu unserem nächsten Album führen würde, aber unter all den Umständen, die darum herum passiert sind, wie der Welttournee, hat sich alles geändert. Das hat uns tatsächlich am Ende sehr geholfen.
Wir haben uns damit also einen großen Gefallen getan, weil wir vorher dachten, diese drei Songs würden uns irgendwie zeigen, wie unser nächstes Album sein könnte“, erzählte er. „Aber wir haben jetzt etwas Zeit verstreichen lassen und realisiert, dass das vielleicht nicht das ist, wo wir sein wollen. Unser nächstes Album hat also überhaupt nichts mit der EP zu tun. Es ist völlig anders.“
Im Metal noch gefehlt
Und Trivium scheinen zufrieden zu sein mit ihrem jüngsten Werk. „Mit dem neuen Album ist es so: Es haut mich immer wieder um, denn natürlich blicke ich nach jedem Album zurück und bin stolz und höre es mir an […] – aber dieses Mal kann ich als Musik-Fan, als Fan von Metal, kaum aufhören es zu hören“, sagte er. „Es ist nicht einmal so, als ob ich mir etwas von mir selbst anhören würde, sondern als ob ich die Art Metal-Songs höre, die ich immer im Metal vermisst habe. Und das hatte ich noch nie zuvor.“
Zwei Singles des Albums veröffentlichten Trivium erst kürzlich. Am 16. September erschien ‘Dead Inside Of Me’. Das titelgebende ‘Crown In The Grave’ folgte am 8. Oktober. Das Album CROWN IN THE GRAVE soll am 20. November erscheinen.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















