Kritik zu Abyssal Rift RELICS OF GREAT ASH
Drei Jahre nach dem Album EXTIRPATION DIRGE herrscht bei den US-Amerikanern Abyssal Rift weiterhin tiefste Finsternis – zur Freude aller, die sich gerne durch Poe’sche Albträume und Lovecraft’schen Wahnsinn treiben lassen. Auf RELICS OF GREAT ASH wechseln Death- und Doom Metal (oft etwas zu) schlagartig die Gestalt. ‘Consumate Design’ eröffnet mit tollwütigen Riffs, Skank Beats und wilden Soli, biegt kriechend ab und endet in sanften Flötenklängen. Das achtminütige ‘Relics Of Great’ beginnt als verzweifelter Funeral Doom-Schrei, streift mit elektronischen Einschüben ‘Stranger Things’ und explodiert schließlich in tödlicher Raserei. In ‘The Enlightenment (There Was Never Will)’ treffen Winter und Mindrot auf Schuldiner und dissonante Schwärze, wogegen ‘The Death Of God’ skandinavisches Unheil, Black Sabbath und einen Hauch RIDE THE LIGHTNING vereint. ‘Surrealistic Visions’ lässt zwischen Inferno und Schneckentempo gar noch Platz für irre Bassläufe und Taktwechsel, die selbst Les Claypool ein Lächeln abringen dürften. Allerdings nur hinter vorgehaltener Hand, denn: RELICS OF GREAT ASH ist lustig wie eine Beerdigung, zähflüssig wie Lava und kräftezehrend wie der Hitzesommer 2026. Die verwaschene Produktion und Matt Auxiers tiefes Höllenschlundgrummeln verstärken die sperrige, beklemmende Atmosphäre zusätzlich.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















