Kritik zu Raunchy PRISONER
Mit PRISONER melden sich Raunchy nach zwölf Jahren Albumpause eindrucksvoll und wuchtig zurück. Die Dänen bleiben ihrer einzigartigen Mischung aus Industrial Metal, Metalcore, Melodic Death Metal und elektronischen Klanglandschaften treu, präsentieren sich dabei aber so fokussiert und kraftvoll wie zu den Anfangstagen. Produzent Jacob Hansen (Volbeat, Arch Enemy) verpasst den Songs einen druckvollen, modernen Sound, der massive Riffs, mitreißende Hooks und atmosphärische Synth-Flächen perfekt miteinander verbindet. Bereits der wuchtige Opener ‘Frostbite’ macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: Harte Riffs, elektronische Akzente und hymnische Melodien greifen nahtlos ineinander. Die Single ‘Designed Despair’ unterstreicht eindrucksvoll, warum Raunchy seit jeher eine Ausnahmeerscheinung in der modernen Metal-Szene sind, während ‘Darkest Self’ mit seiner emotionalen Tiefe und seinem packenden Spannungsbogen einen der vielen Höhepunkte des Albums liefert. Mike Semesky und Jeppe Christensen harmonieren dabei hervorragend und sorgen mit ihrem Wechselspiel aus Klargesang und harschen Vocals für zusätzliche Dynamik. Dass PRISONER über Jahre hinweg ohne Zeitdruck entstehen konnte, hört man jedem Song an: Das Material wirkt ausgereift, abwechslungsreich und bis ins Detail durchdacht. Die Band verbindet Härte, Atmosphäre und große Melodien auf beeindruckende Weise, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren. PRISONER ist weit mehr als ein gelungenes Comeback – es kann neben CONFUSION BAY (2004), dem Überalbum der Dänen, standhalten und gehört zu den stärkeren Werken in Raunchys Karriere. Fans von Fear Factory, Soilwork oder den modernen In Flames sollten die Ohren aufsperren.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















