Kritik zu Asenblut URGEWALT

Die Wikinger aus Göttingen melden sich mit einem neuen, tief melodischen Schlachtruf zurück. ‘Urgewalt’ eröffnet das Album mit voller Wucht und einer gehörigen Portion typischer Asenblut-Heroik. Ein kinoreifes Intro baut zunächst Spannung auf, bevor brachiale Akkordwände die Epik mit mitreißender Gewalt auflösen. ‘Asgards Ruf’ zieht das Tempo mit hämmernden Blastbeats weiter an, während ‘Barbaren und Legionen’ mit Feature von Victorius der Wikingerwucht einen Hauch Power Metal verleiht. Victorius-Vokalist David Bassins lebhafter Klar­gesang in den Hooks trifft auf Tetzels markerschütternde Growls – ein über­raschend harmonisches Gegenspiel. ­Generell finden sich auf URGEWALT mehr Gastbeiträge als auf früheren ­Werken, was dem charakteristischen Asenblut-Pathos eine frische Note verpasst. Thematisch bewegt sich das Album zwischen nordischer Mytho­-logie, brutalen Konflikten und düsteren ­Zukunftsvisionen. Dabei entsteht ein Werk, in dem alte Traditionen, Gewalt und Götter symbolisch mit modernen ­Thematiken gleichgesetzt werden. ­‘Tavernenrausch’ zeigt schließlich die ausgelassene Seite der Platte: Lautstarke „Prost!“- und „Skål!“-Rufe sorgen für Trinkstimmung, während Baloghs ­donnernde Doublebass die melodischen Lead-Gitarren unaufhaltsam voran­-treibt. Roh, intensiv und voller Energie ist ­URGEWALT eine Hymne aus dem hohen Norden, die Asenbluts Wikingergeist in jedem Riff spürbar macht.

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Quelle: METAL HAMMER.de