Kritik zu Game Over WHEN DARKNESS FALLS

Mit WHEN DARKNESS FALLS versetzen Game Over ihre Zuhörer direkt zurück in die goldene Ära des Thrash Metal der Achtziger. Rasantes Gitarren-Shredding, mitreißende Gesänge und eine Prise Glam verleihen dem Album nostalgischen Charakter, ohne dass es angestaubt wirkt. ‘Hollow And Cold’ eröffnet die Platte ­instrumental: Verzerrte Gitarren bauen langsam Spannung auf, bevor sich diese bei ‘Two Souls One Flesh’ in rasenden Drums und erbarmungslosen Riffs entlädt. Dieses Spiel mit Spannung und Auflösung findet sich auch in ‘What Fate Brings’. Hier trägt Sänger Danny Schiavina zunächst ein Gedicht mit hallender, düsterer Stimme vor, bevor ‘Curse Of Strahd’ einsetzt und mit energiegeladenen Shouts zum Mitgrölen einlädt. Inhaltlich bewegen sich die Texte zwischen Horror und Gore, doch hinter dem Blutbad steckt auch sehr explizite Gesellschafts­kritik. „Ihr verkauft den Krieg als Chance, sich zu vereinen. Gehorche nicht!“, fordert Schiavina auf Englisch. Selbstbestimmung und das Hinterfragen vermeintlich höherer Mächte ziehen sich dabei als zentrale Themen durch das Album und paaren sich wunderbar mit epischen und heroischen Klang-Passagen. Zwar erfinden Game Over mit ihrem bewusst nos­talgischen Retro-Sound den Thrash Metal nicht neu, doch WHEN DARKNESS FALLS macht genau dadurch enorm viel Spaß und zeigt, dass guter Old School-Thrash auch heute noch bestens funktioniert.

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Quelle: METAL HAMMER.de