Kritik zu Wolves In The Throne Room ESTUARY
Das zehnte Album der USBM-Institution entstand als Konzeptalbum: Tausend Jahre in der Zukunft wandern die Überlebenden eines katastrophalen Weltuntergangs durch die Reste alter Zivilisationen. Die Welt, die ESTUARY beschreibt, wird von mutierten Kreaturen bewohnt und es existiert eine postapokalyptische Religion. Erneut steht die Natur im Mittelpunkt, als spiritueller Akteur und mythische Ebene sowie Basis der Ästhetik. Das Quartett legt wie üblich großen Wert auf Atmosphäre und Sounddesign und gibt seinen Songs viel Raum zur Entfaltung. Doch im Gegensatz zu den frühen Alben wirkt die Musik deutlich straffer, die Songs sind meist knapp (nur noch) zehn Minuten lang, überschreiten diese Dauer allerdings nicht. Die Spannungsbögen sind somit entspannt, aber effektiv angelegt. Nach wie vor variiert die Band zwischen elegisch anmutenden, beinahe Trance-artigen Passagen und ausgedehnten Blastbeats, eingebettet in sphärische, Industrial-nahe Klangteppiche, mitunter auch stark reduziert und gefühlt simplifiziert auf eine trockene Gitarre und Schlagzeug. Kurz gesagt: Wer sorgsam ausgearbeiteten, atmosphärischen Black Metal sucht, wird hier definitiv fündig.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















