‘Unshatter’ spiegelt die Haltung der Band wider

Am 30. September 2026 feiert Linkin Parks Band-Dokumentation ‘Unshatter’ weltweite Kinopremiere. Der Film entstand unter der Regie von Joe Hahn, dessen zweite Leidenschaft neben der Musik das Filmemachen ist. Vorranging erzählt der Film „die Geschichte der letzten drei, vier Jahre“, also quasi die Wiedergeburt von Linkin Park nach dem Tod von Chester Bennington. Im Juli erklärte Frontmann Mike Shinoda gegenüber der BBC: „Schon vor Chesters Tod lag Joe das Filmemachen am Herzen. Er wollte immer etwas erschaffen, das den Menschen unser Universum ein Stück weit näherbringt.“

Nun war Joe Hahn selbst zu Gast bei BBC News, wo er aus seiner Sicht schilderte, wie ‘Unshatter’ zustande gekommen ist. „Es gab schon länger die Idee, eine Art Dokumentation zu machen, aber irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt. Als sich die Gelegenheit bot – wir wurden gefragt, ob wir das Konzert in São Paulo filmen wollten, das anlässlich der Veröffentlichung unseres Albums FROM ZERO stattfand –, hielten wir das für eine gute Idee.“ Außerdem hatte die Band somit die Möglichkeit, ihre Geschichte anders zu erzählen, als das in Interviews der Fall gewesen sei.

Klebstoff

„Ich glaube, es ist etwas ganz anderes, in Echtzeit zu sehen und zu spüren, was in diesen Räumen vor sich geht – während wir uns erst noch orientieren mussten und eigentlich gar nicht genau wussten, was wir taten. Im Film sieht man vor allem den Zusammenhalt und die gegenseitige Ermutigung. Es ging uns um die Freude an der Sache, um unsere Wertschätzung füreinander und darum, wie wir als Menschen wachsen. Genau diesen Aspekt wollte ich unbedingt zeigen, und ich glaube, das ist etwas, mit dem sich viele Menschen identifizieren können.“

Zur Titelwahl erklärt Hahn: „Wir waren zerbrochen. Wir mussten erst zum Kern dessen zurückfinden, was wir tun – uns auf unsere Geschichte und unsere gegenseitige Wertschätzung besinnen –, um wieder zu den Grundlagen dessen zu gelangen, was wir lieben und was uns schon als Kinder Freude bereitet hat. Das war sozusagen der Klebstoff, der uns zusammenhielt.“ 

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Der Linkin Park-DJ mit koreanischen Wurzeln vergleicht diesen Prozess mit Kintsugi – der japanischen Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold- oder Silberlack zu reparieren, um die Bruchstellen als Teil der Geschichte des Objekts zu würdigen. „Der Filmtitel ‘Unshatter’ – benannt nach einem unserer Songs – spiegelte einfach unsere Haltung während der Musikproduktion wider.“


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Quelle: METAL HAMMER.de