Jara Solís bricht Schweigen & veröffentlicht Statement
Im Mai dieses Jahres verließ Gitarristin Rhea Thompson Tailgunner offiziell „aufgrund moralischer und ethischer Bedenken“. Dem vorausgegangen waren Anschuldigungen wegen missbräuchlichem Verhalten seitens Bassist Thomas Hewson gegenüber einer Ersatzgitarristin.
Die Band reagierte zunächst mit der Bekanntmachung: „Während er jegliches Fehlverhalten bestreitet, wird er von der Band zurücktreten, während wir die Situation in richtiger Art und Weise in Angriff nehmen. Wir als Band nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und gehen sie verantwortungsbewusst sowie respektvoll gegenüber allen Beteiligten an.“
Romantisch ist anders
Schon am 10. Juli erklärten Tailgunner jedoch die Rückkehr von Hewson. Demnach habe sich der Bassist lediglich eine Auszeit genommen, „um eine persönliche Angelegenheit mit einer ehemaligen romatischen Partnerin zu klären. Die Spekulationen im Internet wichen erheblich von der Wahrheit ab. Die Angelegenheit wurde im Zuge einer rechtlichen Klärung zufriedenstellend beigelegt und ist nun abgeschlossen; Thomas kehrt mit unserem vollen Vertrauen und unserer uneingeschränkten Unterstützung in die Band zurück.“
Genau diese vermeintlich „romatischen Partnerin“ meldet sich nun mit einem ausführlichen Statement zu Wort. Die spanische Gitarristin Jara Solís (Ex-Cobra Spell, Hunger) schildert darin ihre Seite der Ereignisse. Dass das erst jetzt geschieht, liege daran, dass sie ein in Großbritannien eingeleitetes Verfahren nicht weiterverfolgt. Zudem wolle sie nicht länger schweigen.
Wenig Rückhalt
Zunächst sei Solís als Fotografin mit Tailgunner auf Tour gewesen, später als Ersatzgitarristin. Während dieser Zeit hat sich scheinbar zwischen ihr und Thomas Hewson eine sehr toxische Beziehung entwickelt. Der üble Kreislauf aus physischem und psychischem Missbrauch sei ihr erst bewusst geworden, als es schon zu spät war.
Das Herunterspielen und Verschleiern der Situation seitens der Band enttäusche Solís immens, zumal sie Beweise für das schändliche Verhalten hatte. „Die einzige Person innerhalb der Band, die mich letztlich unterstützte, wurde schließlich entlassen – und inzwischen dürften viele von euch wissen, wen ich meine.“ Damit ist offensichtlich Rhea Thompson gemeint, die sich Ende Juli ebenfalls erneut mit einigen Klarstellungen zu Wort gemeldet hat.
Auch sei die Angelegenheit Anfang Juli keineswegs „beigelegt“ und „abgeschlossen“ gewesen. Solís’ Angaben zufolge hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch „noch nicht einmal eine polizeiliche Untersuchung begonnen. Dies ließ sich durch meinen Schriftverkehr mit der Polizei belegen.“ Wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille, von der sich jeder ein eigenes Bild machen sollte. Das zehnseitige Statement (öffentlich zugänglich via Solís‘ Instagram Account) könnt ihr hier einsehen.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















