Kritik zu Static Abyss THE DYING HUNT

Mit THE DYING HUNT veröffent­licht Autopsy-Chef Chris Reifert bereits das dritte Static Abyss-Album in vier Jahren. Dass sich das Nebenprojekt nur geringfügig von der Hauptbeschäftigung des Sängers und Schlagzeugers unterscheidet, überrascht kaum – schließlich steht ihm mit Gitarrist und Bassist Greg Wilkinson ein weiterer Autopsy-Mitstreiter zur Seite. Reiferts wahnsinnige Schreie und verhalltes Keifen geben den Ton an, während Wilkinson tief im Riff-Fundus der Achtziger gräbt. Gemeinsam verbinden die beiden Death, Doom, Crust und Punk mit Titeln wie ‘Lobotomized At Last’, ‘Once A Corpse (Always A Corpse)’ oder ‘Darkness At The End Of The Light’ zu einer modrigen, schwarzhumorigen Mischung. Nach LABYRINTH OF VEINS (2022) und ABORTED FROM REALITY (2023) liefern Static Abyss erneut ein stimmiges Old School-Werk ab, dem auf Dauer jedoch die Abwechslung fehlt. Zu häufig folgen die elf Songs derselben Formel. Nur gelegentlich lockern ­psychedelische Gitarren (‘Sinew Leech’) oder leichte Hardcore-Einflüsse nach ­Carnivore-/Sick Of It All-Rezept (‘The Dying Hunt’) das Geschehen auf. So sorgt die Platte zwar für kurzweilige 37 Minuten voller Dreck und Verwesungsgeruch, verhallt aber ähnlich schnell wie der Kater nach einer hochprozentigen Halloween-Party.

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Quelle: METAL HAMMER.de