Kritik zu Uncle Acid & The Deadbeats SHAPES OF MIDNIGHT
Hatte ihr letzter Albumausflug NELL’ ORA BLU die Briten noch in die Nerd-Untiefen des Hörspielhorrors und des italienischen Giallo-Kinos als thematische Hauptinspiration geführt, steht das siebte Uncle Acid-Album wieder ganz im Zeichen seiner Inselheimat. Sprich: Sab 4, die Abbey Road Studios als analoger Aufnahmeort sowie Edgar Allan Poes Kurzgeschichte ‘The Masque Of The Red Death’ als eine der zentralen konzeptuellen Vorlagen lassen die coolen Cambridger wieder veritable Wurzelpflege betreiben. Und die reicht von der fast ausschließlichen Verwendung von Vintage-Equipment bis hin zu allerhand klassischen Vibes, die von Proto Metal über NWOBHM bis hin zu progressiven Exkursen führen. Vor allem aber wirft – wie schon bei anderen aktuellen Veröffentlichungen von Black Sabbath-Beeinflussten im Todesjahr eins nach Ozzys Ableben – das musikalische Schaffen des Birminghamer Fürsten der Finsternis einen maßgeblichen Schlagschatten. So steht auch SHAPES OF MIDNIGHT in der alten Tradition des tongewordenen Horrorfilms, die mit Ozzy und Co. einst ihren schwarzmalerischen Anfang nahm. Dass Sänger, Lead-Gitarrist und Kernvisionär Kevin Starrs und sein Gefolge bei allem Gruselspaß allerhand eingängige Hooks aus dem Cape schütteln und mit ‘Psycho On The Loose’ gar einen Disco-Totentanz entfachen, der Moorlandschaften und Mondlicht gegen ein Spiegelkugel-Neon-Ambiente eintauscht, entpuppt sich zudem als gekonnter Plot-Twist.
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Quelle: METAL HAMMER.de










