Kritik zu Maunah HJARTA
Es ist ein endloser Quell der Freude, wie fern von Scheuklappen heutige Post Metal-Bands zu Werke gehen. Da geht es nicht mehr um Nischendenken, um Schubladen, sondern einzig allein um gute Musik. Maunah aus Schweden begreifen Post Metal als lebendige, atmende Spielwiese, die keine Grenzen hat und so abenteuerlustig aufgefasst werden kann wie der schwammige Name des Genres selbst. Auf dem bemerkenswerten Debüt HJARTA fließen daher Doom Metal, Grunge, Alternative Metal und expressive, leicht psychedelische Instrumental-Passagen ineinander, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Proggy ist das Ganze auch, aber diesbezüglich verfolgen die Dänen ebenfalls einen sehr modernen Ansatz, mit dem auch Bands wie Soen begeistern. Raffinesse und Können sind bei Maunah nie Selbstzweck oder Nabelschau, sondern stets begründet und nahtlos in die wogenden Landschaften eingebaut – naturversessen wie einst die Landsleute Blazing Eternity. Es kann schon mal tosen und brausen und schroff zur Sache gehen, doch die selbstvergessene, verlorene Herangehensweise an düstere Musik nimmt auf diesem Album eine mindestens ebenso wichtige Rolle ein. HJARTA zeigt eine Band, die noch wachsen kann und das bestimmt tun wird. Insbesondere die Passagen mit höhlenartigem Feeling und beschwörendem Mönchsgesang dürfen dabei gerne noch ausgebaut werden.
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Quelle: METAL HAMMER.de










